Häuser der Tiergartensiedlung um 1935

Ein Polizeibauinspektor ließ die Tiergartensiedlung entstehen

Die Tiergartensiedlung entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie wurde errichtet, um den Arbeitern, die im Erfurter Norden tätig waren, Zugang zu Eigenheimen zu ermöglichen. Die Initiative ergriff 1917 Polizei-Bauinspektor Boegl, der das Projekt einer gemeinnützigen Siedlung im Tiergartengelände entwickelte. Es sollten „gesunde und zweckmäßige” Wohnungen mit Gartenanteil errichtet werden. Boegl gewann für seine Ideen die Unterstützung einiger Unternehmer und schlug vor, eine größere Anzahl von Reihenhäusern zu bauen.

1919 begann die Errichtung der ersten Häuser auf dem Tiergartengelände. Bauherr war die Kleinwohnungsbaugesellschaft m.b.H. Erfurt, an der neben der Tiergarten-Siedlungsgenossenschaft auch Erfurter Unternehmer beteiligt waren.

1927 wurden in der Tiergartensiedlung weitere 24 Wohnungen fertiggestellt, in den Jahren 1928 bis 1930 nochmals 57. Nach Beendigung der einzelnen Bauabschnitte übernahm die Genossenschaft jeweils die Häuser und sicherte damit deren gemeinnützige Verwertung. Grundstücksspekulanten blieben so außen vor. Im Nachgang wurden weitere Gebäude erreichtet. Viele der Wohnungen gehören der Wohnungsbaugenossenschaft Zukunft, die auf eine mehr als 100-jährige Firmengeschichte zurückblicken kann.

Autor: B. Köhler  Fotos: Stadtarchiv, S. Forberg, WBG Zukunft

Der Fasanenweg in der Tiergartensiedlung um 1935

 

Häuser der Tiergartensiedlung um 1935

 

1957 Bau der Häuser am Lerchenweg 22 – 28

 

Lerchenweg heute

Eichhornweg 1 – 3

 

Eichhornweg 2

 

Eichhornweg 6

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