Erfurts S-Bahn

Auf den Fotos aus den 1980er Jahren sind die Gleise der einstigen Erfurter S-Bahn, der Riethschleuder zu sehen, im Hintergrund das Hochhaus der jetzigen Rigaer Straße. Um die Neubaugebiete im Norden unserer Stadt verkehrstechnisch besser an die Innenstadt anschließen zu können, wurde in Ergänzung zu Straßenbahnen und Bussen die einzige S-Bahn-Trasse Erfurts – im Volksmund als ‚Riethschleuder‘ bezeichnet – 1976 gebaut. Die fuhr in den Stoßzeiten unter der Woche, um die Beschäftigten der Betriebe im Norden transportieren zu können. Am Wochenende ruhte der Verkehr. Es wurden die Gleisanlagen der ehemaligen Kleinbahn nach Nottleben genutzt, zudem die Gleise der Bahnverbindung Richtung Nordhausen.

Die Linie verlief vom Haupt- bis zum Nordbahnhof, zweigte nach Westen ab und nutzte dann o.g. die Trasse der ehemaligen Kleinbahn Erfurt – Nottleben. Vier Stationen gab es: Die Bahnhöfe Erfurt Hbf und Erfurt Nord, Györer Straße und Berliner Straße. Da die beiden Bahnhöfe bereits existierten, mussten nur die beiden anderen Stationen gebaut werden. Das wurde innerhalb von nur drei Monaten realisiert. Am 13. Mai 1976 wurde die Strecke eröffnet. Ihre Länge betrug insgesamt 8,6 Kilometer.

Die Fahrten wurden per Pauschaltarif abgerechnet. Einzelfahrkarten waren zum Preis von 20 Pfenningen im Vorverkauf erhältlich.

Autor: B. Köhler   Foto: D. Büßer

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