Variante 1

Drei Optionen für das neue Einkaufszentrum am ‚Roten Berg‘ – die Bürger sind gefragt

Gestern wurden in einer Bürgerversammlung die überarbeiteten Varianten für ein neues Einkaufszentrum am ‚Roten Berg‘ durch das Stadtplanungsamt und den Investor, die Zehentner und Seidel Immobiliengesellschaft, präsentiert. Nachdem es bei der vorherigen Bürgerinformation im Februar dieses Jahres zur Konfrontation zwischen Amt und Investor gekommen war, sind die vergangenen Monate genutzt worden, um die Positionen anzunähern und strittige Punkte mit den neuen Planungsvarianten weitgehend ausgeräumt. Jetzt stehen drei Möglichkeiten zur Wahl wie aus unten stehenden Plänen und den Fotos der Modellvarianten zu entnehmen ist.

Allen drei Optionen ist gemeinsam, dass sie einen großen Parkplatz in der Mitte eines offen gestalteten Carrés haben. Die Zufahrt ist jeweils vom Karl-Reimann- und vom Julius-Leber-Ring möglich, die Warenanlieferung für die Geschäfte erfolgt über die nördlich gelegene Zufahrt vom Julius-Leber-Ring her.

Die Unterschiede liegen vor allem darin, dass die Variante 2 einen nahtlosen Übergang zu den vorhandenen attraktiven Grünflächen mit altem Baumbestand bietet, sich in die vorhandene Wegeführung einfügt. Das ist bei den beiden anderen Optionen nicht gegeben. Zudem ist die vorhandene Tiefgarage bautechnisch in dieser Variante leicht zu integrieren. Aus den genannten Gründen ist dies die bevorzugte Variante des Investors und ebenso des Ortsteilrates. Der hatte sich unmittelbar vor der Bürgerversammlung zu jenem Planungsentwurf bekannt und Bürgermeisterin Marina Rothe übermittelte dem Auditorium den Standpunkt der Ratsmitglieder: „Die Variante 2 ist ästhetischer und geschmeidiger. Der ‚Rote Berg‘ ist eine kleine grüne Lunge und der Übergang zu den Grünflächen soll erhalten bleiben.“

Entschieden ist aber noch nichts, denn jetzt sind die Bürger gefragt. Bis zum 9. November kann jeder Bürger seine persönliche Stellungnahme abgeben – per Mail oder Post oder gern auch persönlich am 8. November in derBürgermeistersprechstunde. Auch das Stadtplanungsamt nimmt die Bürgermeinungen in der Löberstraße 34 entgegen. Die Bürgerbeteiligung wird auch in den nächsten Planungsetappen fortgesetzt. Wenn alle Stellungnahmen von Bürgern und auch den relevanten Ämtern vorliegen, werden diese mit dem Investor ausgewertet. Dann wird die Planungsvariante weiterentwickelt, die den meisten Zuspruch erhält. Dazu gehören auch entsprechende Gutachten wie z.B. zum Lärmschutz. Liegt dann der vorläufig endgültige Entwurf vor, werden erneut die Bürger befragt. Erst dann geht es in das eigentlich Bebauungsplanverfahren. Das wird ca. zwei Jahre in Anspruch nehmen, schätzt Dirk Heide vom Stadtplanungsamt ein.

Karl-Heinz Zehentner geht von einer Bauzeit zwischen einem und eineinhalb Jahren aus. In dieser Zeit wird es eine provisorische Versorgung durch einige der Geschäfte geben. Das haben bereits REWE, die Apotheke, Friseur und Sparkasse signalisiert. Einschränkungen während der Bauzeit aber wird es geben, schätzt Investor Zehentner realistisch ein.
Mit REWE ist bereits ein Mietvertrag geschlossen, ebenso mit einem Lebensmitteldiscounter. REWE wird sich von 1.200 Quadratmetern Verkaufsfläche auf 2.000 Quadratmeter vergrößern. MäcGeiz, kik, Friseur, Bäcker und Sparkasse und zwei weitere Textilanbieter wollen im neuen Center ebenfalls wieder präsent sein.

Autor: B. Köhler Grafiken: Zehentner und Seidel Immobiliengesellschaft

Die Bereiche vor den Geschäften sollen nach derzeitigem Stand ein Glasdach erhalten. Der neue REWE-Markt braucht dies nicht, weil er ohnehin einen großen Dachüberstand am Gebäude haben wird. Das Atrium – je nach Entwurf an unterschiedlichen Stellen positioniert – erhält ebenfalls eine gläserne Überdachung.

Varinate 2 bietet einen nahtlosen Übergang zu den Grünflächen.

Variante drei schließt das Gebäudecarré stärker, das Atrium befindet sich nicht im Inneren. Die Parkplätze sind für Center-Kunden kostenfrei. Mit Schranken werden sie außerhalb der Öffnungszeiten vor Langzeitparkern geschützt, damit sie den Kunden zur Verfügung stehen.

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