1976/77 gebaut, ist das Gebäude sichtlich in die Jahre gekommen. 

Sportplatz Essener Straße: Dringend notwendige Gebäudesanierung für 3 Millionen Euro

Das Sportzentrum Essener Straße hat eine lange Tradition. Auf dem ehemaligen TVI-Platz sind die Turbineläufer Jürgen May und Siegfried Herrmann 1965 Welt, Europa- und Deutsche Rekorde über die Mittel- und Langstrecken gelaufen. 2012 wurde der Platz nach einer umfassenden Sanierung wiedereröffnet. Der angrenzende Sozialtrakt – gebaut in den Jahren 1976 und 1977 vom VEB Kombinat Umformtechnik – hingegen verblieb in seinem Zustand. Mit „Sanierungsstau“ ließe sich der Zustand des Gebäudes nur unzureichend beschreiben.

Jetzt wurden für die Sanierung 2,7 Millionen Euro Fördermittel vom Bund bereitgestellt. Weitere 300.000 EUR kommen aus dem städtischen Haushalt, teilt die Stadtverwaltung mit. Im nächsten Jahr soll mit der Sanierung begonnen werden. Dann wird das Gebäude komplett entkernt, eine neue Raumaufteilung vorgenommen.

Sieben Vereine nutzen derzeit das Haus, u.a. der SSV Nord, der Polizeisportverband Erfurt, der 1. BC 'Pool Masters' Erfurt, ebenso wird die Kegelanlage stark frequentiert. Zudem haben hier Sportarten wie Fußball, Rugby, Aikido, American Football, Gymnastik, Kraftsport, Judo, Billard, Leichtathletik und Boxen ein Zuhause.

Hintergrund zum Förderprogramm des Bundes, in dessen Rahmen die 2,7 Millionen Euro bereitgestellt werden: Mit dem Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ fördert das BMUB die Sanierung von 56 kommunalen Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur mit 140 Millionen Euro in den Jahren 2016 bis 2018 sowie zusätzlich 48 kommunale Einrichtungen mit 100 Millionen Euro in den Jahren 2017 bis 2020. Dabei stehen insbesondere investive Projekte mit besonders sozialer und integrativer Wirkung im Fokus. Gefördert wird die Sanierung, in bestimmten Fällen auch der ersetzende Neubau sozialer Gebäude einschließlich energetischer Maßnahmen. Die Förderquote liegt in der Regel bei 45 Prozent, bei nachgewiesener Haushaltsnotlage der Kommune erhöht sie sich auf 90 Prozent.

Autor: B. Köhler  Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

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