Kea oder Bergpapagei (Nestor notabilis)

Brutzeit für gefährdete Kea-Papageien

Schnee, Minusgrade und Sonnenschein – perfektes Winterwetter, um Schneekugeln zu rollen, Eiszapfen zu knacken oder über glatte Flächen schlittern. In dieser Weise toben auch die vier lebhaften und verspielten neuseeländischen Kea-Papageien im Erfurter Zoo.

Ruby, Chefin der Gruppe, hatte den eher ruhigen Klaus umgarnt und sich anschließend mit ihm in den Innenraum der Voliere zurückgezogen. Das Werben war erfolgreich – zwei Eier werden nun rund 30 Tage lang von Ruby bebrütet. Klaus füttert seine Herzensdame in dieser Zeit liebevoll.

Die großzügige Voliere für Kea-Papageien, die sich zwischen Giraffenanlage und neuer Elefantenanlage befindet, scheint der ideale Ort für den Kea-Nachwuchs zu sein. Die Voliere besteht aus einem Tierhaus und einem Außenbereich. Neben einer Wasserstelle enthält sie auch Sitz- und Kletterbäume sowie Wurzelstubben und erinnert mit Fels, Geröll, Gräsern und Farnen an die neuseeländische Heimat der Keas. Die Anlage ist unter Aufsicht begehbar, z.B. bei Führungen. Auf Grund der Brutzeit ist sie für Besucher aber aktuell geschlossen.

Der Kea oder Bergpapagei (Nestor notabilis) ist eine etwa 45 Zentimeter lange Vogelart aus der Gattung der Nestorpapageien. Er ist relativ unauffällig gefärbt mit überwiegend olivgrünem Federkleid und lebt in den Gebirgen der Südinsel Neuseelands. Neben Samen, Früchten, Knospen, Knollen und Wurzeln von Pflanzen frisst er auch Insekten und bei Gelegenheit auch Aas.

Keas gelten als sehr intelligente Vögel. Sie sind in der Lage, Werkzeuge zu nutzen und haben ein sehr gutes technisches Verständnis. Ihre Population in freier Natur wird auf 1.000 bis 15.000 Exemplare geschätzt. Deswegen gilt der Kea als gefährdet.

Autor: B. Köhler   Fotos: Zoopark Erfurt

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