Für Tiere, denen Kälte nichts anhaben kann, eine Ausstellung und Elefantin Marina Skelett

Seit vor Jahren der Erfurter Zoo das neue Elefantenhaus eröffnete, steht das alte leer. Um es einer neuen Bestimmung zuführen zu können, sind aufwändige Umbaumaßnahmen erforderlich. Für deren Finanzierung macht sich die Zooparkstiftung stark. Bis alles in ‚trockenen Tüchern’ und ein endgültiges Nutzungskonzept verabschiedet ist, wird es noch einige Zeit brauchen. In der Zwischenzeit – ab dem 20. März – soll das alte Elefantenhaus nicht länger ungenutzt bleiben und so wird es für für Tiere hergerichtet, denen Kälte nichts anhaben kann – als s.g. Kalthaus – und für eine Ausstellung.

Erfahrene Tierpfleger leiten mit Gärtnern und Handwerkern Auszubildende und Absolventen eines Freiwilliges Ökologisches Jahres an bei der Umgestaltung der oberen Etage und der ehemaligen Elefantenlauffläche. Mit viel Ideenreichtum und großem Engagement sind Terrarien entstanden, in denen z.T. Tiere gezeigt werden, die neu im Zoopark sind. Es handelt sich dabei sowohl um einheimische als auch bedrohte Arten wie z.B. Feuersalamander, Axolotl, aber auch Publikumslieblinge wie Frettchen oder Zwergmäuse. Die künftig hier heimischen vier oder fünf Frettchen können von den Tierpflegern auch aus den Gehegen herausgenommen und den Besuchern gezeigt werden.

Eine Umweltschutzausstellung, für die die Azubis eigenständig umfassende Recherchen durchführten und sie auch selbst aufbauen, informiert – ebenfalls ab 20. März – über verbotene Souvenirs, Plastikmüll im Meer und andere Themen. Unter dem Motto "Artenschutz für jedermann" können sich Besucher Anregungen holen, um selbst für den Tier- und Umweltschutz aktiv zu werden. Sensibilisiert werden die Besucher u.a. durch eine Vogelvoliere mit Wellensittichen und Halsbandsittichen, die zeigen soll, was passiert, wenn Haustiere ausgesetzt werden. Auch die Problematik der s.g. invasiven, also gebietsfremden Arten für die einheimischen Tiere und Pflanzen wird thematisiert. Der amerikanische Mink z.B. ist bereits in Erfurt am Geraufer heimisch geworden. Die Umweltschutzausstellung soll Wissen vermitteln über wechselndeThemen. Im unteren Bereich des alten Elefantenhauses können Vorträge und Schulungen stattfinden.

"Marina kehrt heim“ – Erfurts bekanntester Afrikanischer Elefant wird als Skelett vom Phyletischen Museum Jena wieder in den Zoopark zurückkehren und auf der ehemaligen Lauffläche präsentiert werden. Die Thüringer Zoopark-Stiftung finanziert die nötigen Renovierungs- und Gestaltungsarbeiten.

Autor: B. Köhler   Fotos: S. Forberg

Dr. Heike Maisch präsentiert das Konzept, das den Besuchern ab 20. März neue und interessante Eindrücke verschaffen wird.

Hier werden demnächst noch Halsbandsittiche einziehen.

Manche Tierarrten werden als Präparate ausgestellt, da sie nicht im Zoo gehalten werden dürfen.

Überdimensionale Abbildungen auf der ehemaligen Elefantenlauffläche sind geplant.

Insgesamt großer Umbaubedarf im alten Elefantenhaus

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