Schutz für Kröten auf Wanderschaft auch im Erfurter Norden

Nach dem letzten Aufbäumen des Winters hat der lang ersehnte Frühling den Temperaturen nach begonnen. Sobald Böden und Gewässer aufgetaut sind und die Temperaturen und die Feuchtigkeit stimmen, gehen wieder hunderte Kröten auf Wanderschaft, um Hochzeit zu halten und ihre Laichplätze in kleinen Tümpeln und Teichen aufzusuchen.

Leider sind viele der Kröten-Wanderrouten heute durch Straßen unterbrochen, so dass nicht wenige dieser besonders geschützten Tiere durch Autos überfahren werden. Das Umwelt- und Naturschutzamt hat daher einige sehr wichtige dieser Wanderrouten durch Krötentunnel, die unter den Straßen verlaufen, wieder passierbar gemacht. Wo es diese Tunnel und permanente Schutzanlagen noch nicht gibt, bauen die Verantwortlichen auch mobile Schutzzäune auf. In der Bodenfeldallee können die Kröten bereits durch vorhandene Tunnel die Straße queren und damit ihre Laichplätze erreichen.

Autofahrer werden gebeten, in den betroffenen Gebieten entsprechend vorsichtig und langsam zu fahren, um die nach Bundesnaturschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung besonders geschützten Kröten und Krötenpaare, welche „im Liebesrausch“ noch schnell die vorhandenen Straßen nutzen, zu retten. Aufgestellte Schilder weisen auf die Krötenwanderung hin.

Autor: B. Köhler

Quelle: Amt für Umwelt- und Naturschutz Erfurt
Foto: „Die gemeine Kröte hat es nicht leicht“, erklärt der NABU, „Mit ihrem mit warzigen Hautdrüsen übersäten Körper und den hervortretenden, meist kupferfarbenen Augen galt der Lurch bis ins Mittelalter hinein als das hässlichste Tier der Schöpfung. Dabei hat 'Bufo bufo', wie die Erdkröte wissenschaftlich heißt, das Zeug zum wahren Herrscher unter den Kröten…“
Foto: © kozirad/123RF.com

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