Löwennachwuchs vielleicht noch in diesem Jahr?

Der Thüringer Zoopark hofft auf Löwennachwuchs. Seit Februar ist der zweijährige Junglöwe Bagani aus Frankreich im Erfurter Zoo, nachdem im Oktober 2017 die Löwin Bastet aus Polen nach Erfurt kam. Ribat – eine 13 Jahre alte Löwin – ist ‚Chefin’ im Gehege. Seit Kurzem ist Bagani nach einer angemessenen Eingewöhnungszeit nun mit den beiden Löwinnen zusammen im Gehege. Nach Berichten der Tierpfleger haben sich die drei gut aneinander gewöhnt, so dass die Hoffnung auf Nachwuchs aus einer Paarung der beiden jungen Löwen durchaus berechtigt ist. Die Tragzeit beträgt rund dreieinhalb Monate. Da Löwen in der Wildnis z.B. durch Bejagung und Lebensraumverlust immer seltener werden, übernehmen Zoologischen Einrichtungen wichtige Aufgaben für den Tierschutz und Artenerhalt.

Hintergrund: Vor etwa einem Jahr lebten in der Löwensavanne noch die drei Berberlöwen Lubaya, Ribat und Kater Joco. Leider verstarb die 13-jährige Berberlöwin Lubaya im Februar 2017. Nach ihrem Tod war der Zoopark auf der Suche nach einer neuen Berberlöwin. Da aus medizinischen Gründen auch Ribat vor Jahren kastriert werden musste und somit keinen Nachwuchs bekommen konnte, wäre eine neue Löwin als Partnerin für Joco die einzige Chance auf eine Zucht gewesen. Doch eine vom Alter und von der Genetik passende Kätzin gab es nicht.
Der Zoopark wagte deshalb einen Neuanfang und entschied sich schweren Herzens, Joco in den englischen Woburn Safari Park nach Milton Keynes abzugeben. In seiner neuen Heimat warteten gleich sechs Katzendamen auf ihn. Joco hat sich dort bisher auch prima eingelebt.

Autor: B. Köhler   Foto: Thüringer Zoopark Erfurt

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