Restaurierung der Karlsbrücke hat begonnen

Die Bauarbeiten an der Karlsbrücke haben begonnen. Parallel zu den Arbeiten am Bau des Regenrückhaltebeckens, das derzeit noch unterirdisch neben der Karlstraße errichtet wird (mehr Infos hier), wird die historische Brücke grundhaft saniert. 1911 errichtet, ist sie dringend sanierungsbedürftig. Die Bogenbrücke ist eine selbsttragende Konstruktion, die alle Drucklasten über die sog. Kämpfer – das sind die Widerlager an beiden Enden der Brücke – ins Erdreich abträgt. Der Bogen ist aus Stampfbeton errichtet worden.

Der Straßenbelag und alle darunter liegenden Schichten werden bis zum eigentlichen Brückenbogen komplett entfernt, nur die Seitenwände bleiben stehen. Auf den alten Bogen wird im Anschluss daran Leichtbeton aufgetragen. Er bildet eine tragfähige Ebene für die Dichtung des Bauwerks und den Fahrbahnaufbau. Die Fahrbahndecke wird aus Bitumen hergestellt, der daneben entlangführende Fußweg mit Granit-Mosaik-Pflaster belegt.

Damit die Brücke nicht nur technisch in einen einwandfreien Zustand versetzt wird, sondern auch optisch wieder schön wird, wird die Natursteinverblendung restauriert. Die Laternen an den Brückenenden sind vor rund 15 Jahren technisch und optisch instand gesetzt worden und bleiben in der jetzigen Form erhalten. Das originale Jugendstilgeländer ist aus einem Eisen hergestellt, das sich nicht schweißen lässt. Weil es marode ist und überdies in der Höhe heutigen Normen nicht mehr entspricht, wird es vollständig neu hergestellt in der gleichen Anmutung und normgerechter Höhe.

Autor: B. Köhler     Fotos: S. Forberg

Über diese Behelfsbrücke können Fußgänger den Fluss überqueren.

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