Neue Fußgängerbrücke über die Gera entsteht

Ein gewaltiger Bohrer frisst sich Meter um Meter in die Erde am Ufer der Gera im Kilianipark in Gispersleben. Der geschaffene Hohlraum – acht Meter tief und mit einem Durchmesser von 75 Zentimetern – wird danach einen passend dimensionierten sog. Bewehrungskorb aus Stahl aufnehmen und rund vier Kubikmeter Beton. So entstehen Betonpfähle, die dann die Stahlkonstruktion der neuen Brücke für Fußgänger und Radfahrer tragen werden – zwölf Stück an der Zahl, auf jeder Uferseite sechs. Letzte Woche Dienstag hat die Firma Spezialtiefbau aus Magdeburg die Arbeiten aufgenommen, diese Woche wurden die Bohrpfähle als Brückenfundamente auf der anderen Seite des Ufers gesetzt, erklärt Vorarbeiter Norman Schröter.

Die neue Brücke ersetzt die Brücke über dem Wehr, liegt allerdings versetzt in Richtung des Geländes des ehemaligen Heizkraftwerkes. Das Wehr wurde 2016 abgerissen und machte einer sog. Sohlgleite Platz, die die Wanderung der Fische zu geeigneten Laichplätzen nicht mehr unterbricht.

Das neue Bauwerk ist als Stahlkonstruktion mit einem Bogentragwerk konzipiert. Nach ihrer Fertigstellung – voraussichtlich Ende dieses Jahres – ermöglicht sie wieder die Überquerung der Gera und wird das zukünftige Buga-Gelände gut anbinden und verbindet vor allem wieder Gisperslebens Ortsteile Kiliani und Viti.

Für die Ausführung der Tiefbauarbeiten muss der Geraradweg im Baubereich voll gesperrt werden. Eine ortsnahe Umleitung über das benachbarte Gelände des ehemaligen Heizkraftwerkes ist ausgeschildert.

Autor: B. Köhler  Fotos: S. Forberg

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