Zu heiß, zu trocken – Thüringens Wetterkapriolen

Auf den an den Erfurter Norden angrenzenden Feldern ist es staubig und trocken. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) konstatiert, dass die Witterung in diesem Frühjahr von einigen Besonderheiten geprägt war. Nach dem wärmsten April seit Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen 1881 folgte ein ebenso warmer Mai. Von Monatsanfang bis Monatsende wurde es immer wärmer trotz der Eisheiligen. Hohe Temperaturen und eine starke Einstrahlung ließen die Verdunstungsraten auf 6 bis 8 mm pro Tag ansteigen. Vor allem im Norden und Osten herrschte große Trockenheit. Bislang hält die Großwetterlage an. Die Trockenheit macht zunehmend Probleme mit niedriger Bodenfeuchte, Trockenstress bei Pflanzen und erhöhter Waldbrandgefahr.

Auf nichtberegneten Standorten weisen Wintergetreide, teils auch Sommergetreide und Kartoffelbestände durch Trockenheit bedingte Schäden auf. Auch der Boden war zeitweilig durch Winderosion gefährdet. Zudem steigt bei überdurchschnittlicher Sonnenscheindauer die Waldbrandgefahr. Nach dem verbreiteten Schnellstart der Holunderblüte in der ersten Monatshälfte, begann danach die Sommerlinde zu blühen. Sie leitete den phänologischen Hochsommer ein und war im Vergleich zu den Vorjahren verbreitet 10 bis14 Tage verfrüht. Das Wetter begünstigte auch die Ausbreitung tierischer Schädlinge wie Kriebelmücke, Läuse, Kirschfrucht- und Kirschessigfliege.  

Gemahnt wird zu erhöhter Vorsicht, um Brände zu vermeiden. Offene Feuer zu entfachen ist ohnehin verboten, aber auch Glutreste vom Grillen sollten nicht außer Acht gelassen und sicher entsorgt werden.

Autor: B. Köhler    Foto: fotolia

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