Heute ist Welttag der Schlange

Schlangen haben ein zwiespältiges Image. Zum einen gelten sie als gefährlich, als giftig oder als Tod bringende Würger. Unsere Sprache kennt die ‚falsche Schlange‘ oder wahlweise auch ‚falsche Natter‘. Im antiken Griechenland hingegen wurden Schlangen als heilig verehrt und für unsterblich gehalten. Der von einer Schlange umwundene Stab des Asklepios in der griechischen Mythologie ist das Symbol der Mediziner und Pharmazeuten. Im Spreewald sieht man noch heute viele Häuser mit zwei gekreuzten Schlangen an der Giebelspitze, die eine Krone tragen. Die Sage ist dort verbreitet, der Schlangenkönig beschütze Haus und Hof.

Wie immer man persönlich zu Schlangen steht – sie eher reizvoll findet oder ängstlich beäugt – der Erfurter Zoo lädt anlässlich des Welttages der Schlange ein, sich die Schlangen – gute gesichert – in aller Ruhe und aus nächster Nähe zu betrachten. Im alten Elefantenhaus kann man u.a. Würfelnattern, eine der seltensten und am stärksten vom Aussterben bedrohten Schlangenarten Deutschlands, beobachten. Auch die Eierschlangen, die im neuen Elefantenhaus untergebracht sind, sind bemerkenswert. Für den Zooschulunterricht stehen eine Kornnatter, ein Königspython und eine Sinaloe-Königsnatter zur Verfügung.  

Weltweit gibt es etwa 3500 verschiedene Arten von Schlangen. Viele davon stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Tiere. Die kleinste bekannte Schlange ist Tetracheilostoma carlae, eine zehn Zentimeter lange, auf Barbados heimische Blindschlange. Bei der größten bekannten Schlange handelt es sich um ein zehn Meter langes Exemplar eines in Südostasien beheimateten Netzpython.

Autor: B. Köhler  Foto: Thüringer Zoopark Erfurt

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Datenschutzhinweis