5,6 Millionen Euro Fördermittel für den Erfurter Norden

Fördermittel über insgesamt 5,6 Millionen Euro sind für den Erfurter Norden bewilligt worden, teilt die Stadtverwaltung mit. Damit werden zwei Projekte in Erfurt-Nord in Angriff genommen: Die energetische Sanierung der Schulsporthalle in der Lobensteiner Straße 50 und die Neugestaltung des Nordparks.

Die Sanierung der Schulsporthalle wird mit knapp 400.000 Euro zu Buche schlagen, rund 317.000 Euro kommen als Förderung. Mit dem Geld sollen ein Wärmedämmverbundsystem angebracht, die Fenster der Halle und die Außentüren ausgetauscht und das Dach des Sozialanbaus gedämmt und erneuert werden. Die Sporthalle liegt in der Nördlichen Geraaue und damit direkt im Gelände der Bundesgartenschau 2021. Sie wird von zwei umliegenden Schulen für den Schulsport sowie stark für den Vereinssport genutzt.

Der Nordpark soll ab 2019 umfassend saniert werden. Der mehr als 100 Jahre alte und unter Denkmalschutz stehende Park wurde 1912 von dem Gartenbaudirektor Max Bromme entworfen. Mit dem Nordbad, das 1929 eröffnet wurde, wurde die Parkanlage schließlich vollendet. Seitdem wird sie rege genutzt – zur Erholung und für zahlreiche Freizeitaktivitäten.

Vom 23. April bis zum 17. Oktober 2021 wird der Nordpark zum Ausstellungsbereich der Bundesgartenschau gehören mit einer gärtnerischen Leistungsschau. In drei Bauabschnitten soll dazu der Nordpark einer Kur unterzogen werden. Die Auenstraße, die ihn in der Mitte durchschneidet, wird dafür zu einem Parkweg umgebaut. Die Stellplätze für das Nordbad werden an die Parkränder verlegt. Weitere Parkmöglichkeiten sind im Bereich Adalbertstraße/Karlstraße vorgesehen. Auf Höhe der Baumerstraße/Garnisonslazarett wird ein attraktiver oberer Park-Eingang errichtet, ebenso ein unterer Eingang am Kreuzungsbereich Auenstraße/Adalbertstraße. Am östlichen Parkrand entsteht das „Aktionsband“ mit zahlreichen Spiel- und Freizeitmöglichkeiten wie einer Skate Anlage und einem hügeligen Waldspielplatz.

Das Geld stammt aus dem Fördertopf des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft, dieser verfügt über 232,2 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Förderung soll der regionalen Stadtentwicklung dienen. Dazu hatte das Ministerium einen Wettbewerb ausgelobt, bei dem sich die Städte als EFRE-Förderkommunen bewerben konnten. Insgesamt 40 Städte und Gemeinden hatten sich dabei in zwei Runden für eine Förderung qualifiziert.

Autor: B. Köhler  Fotos: S. Forberg

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