Freud und Leid im Erfurter Zoo

Die Nandus im Erfurter Zoo haben erstmals Nachwuchs. Am Freitag und Samstag sind zehn Küken geschlüpft. Die Hoffnung auf eine eigene Löwenzucht hingegen hat sich jäh zerschlagen – der Löwe Bagani ist unerwartet und wegen derzeit noch ungeklärter Ursache verstorben.

Am Freitag Morgen fanden die Tierpfleger den regungslosen Löwen in seinem Gehege. Der noch junge, knapp dreijährige Angola-Löwe schien bei bester Gesundheit. Bagani wurde bereits zur intensiven Untersuchung in das Institut für Veterinär-Pathologie der Universität Leipzig gebracht. Derzeit gibt es noch keine Erkenntnisse, woran der Löwe gestorben sein könnte, auch die Polizei ermittelt.

Löwe Bagani kam am 17. Februar 2018 aus dem französischen Zoo Parc de Félins in Lumigny-Nesles-Ormeaux in den Erfurter. Da Löwen in der Wildnis z.B. durch Bejagung und Lebensraumverlust immer seltener werden, übernehmen zoologischen Einrichtungen Aufgaben des Tierschutzes und der Artenerhaltung. Mit Bagani hoffte der Zoopark, eine eigene Löwenzucht begründen zu können.

Dass die Nandus jetzt Nachwuchs haben ist erstmalig in der Geschichte des Zooparks. Die Küken, von denen neun naturfarben sind und eines weiß gefärbt ist, erkunden bereits neugierig ihre Umgebung. Häufig sind sie mit ihrem Papa, dem Nandu-Hahn, in der Anlage zu sehen. Manchmal sind sie auch gemütlich in Papas Gefieder gekuschelt. Bei den Nandus legen die Hennen ihre Eier in ein gemeinsames Nest. Der Hahn ist dann allein für die Brut und Aufzucht der Küken verantwortlich.

Wie der Strauß und der Emu gehört der Nandu zu den flugunfähigen Vögeln. Er lebt in den südamerikanischen Graslandschaften, den Pampas. Deshalb wird er im Deutschen oft als „Pampasstrauß“ bezeichnet.

Autor: B. Köhler  Fotos: Thüringer Zoopark Erfurt

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