Umfassend saniert aber mit gleicher Grundstruktur

Auf rund 9.000 Quadratmetern erstreckt sich der Berliner Platz. Im Frühjahr war mit seiner umfassenden und längst überfälligen Sanierung begonnen worden, die noch bis Ende 2019 andauern wird. 4,16 Millionen Euro werden aufgewendet, davon trägt die Stadt 4,12 Millionen Euro, 40.000 Euro die Versorger, 1,8 Millionen sind Städtebaufördermittel.

Derzeit sind die alten Bodenbeläge, die großen, quadratischen Gehwegplatten im unteren Straßenabschnitte bereits herausgenommen, die Hochbeete entfernt, die darauf positionierten Bronzeskulpturen zur Restaurierung an Spezialisten in Meerane übergeben worden.
Die neuen Kanäle und Schächte für die Ableitung des Oberflächen- also des Regenwassers sind im unteren Bereich des Platzes fertig gestellt. Mit sog. Flüssigboden werden zur Zeit die vorhandenen Medienkanäle abgedichtet und stabilisiert. In den nächsten 14 Tagen wird damit begonnen, die Stützmauer am ALDI-Markt zu erneuern.

Der Berliner Platz entstand zwischen 1974 und 1981. Die Anlage als städtische Flaniermeile war einst bemerkenswert. Die flachen Pavillons, in denen Geschäfte ansässig waren, die Kaufhalle und der Komplex „Stadt Berlin“ mit Restaurant und großem Saal in unmittelbarer Nähe zu den Wohnhäusern bildeten ein schlüssiges Konzept. Zur angenehmen Atmosphäre trugen auch die gestalterischen Elemente bei: Hochbeete und Baumalleen mit Pergolen und Bänken, Skulpturen und ein Wasserspiel. Aus diesen Gründen wird die Struktur des Berliner Platzes auch nach seiner Sanierung beibehalten.

Seit seiner Errichtung war kaum in seine Erhaltung, geschweige in eine grundhafte Sanierung investiert worden. Jetzt wird der Belag des Platzes durchgängig aus gut begehbarem, hellem Betonwerksteinpflaster hergestellt. Ein hierzu farblich dunkel abgesetzter Pflasterstreifen wird der Führung sehbehinderter Personen dienen.
Für die Treppenanlagen werden helle Betonstufen mit dunkel markierten Vorderkanten verwendet. Handläufe werden beidseitig bei Treppen und Rampen eingebaut. Als Ersatz für die Bossenmauern der Hochbeete und Stützmauern sind Betonwinkelelemente vorgesehen. Auch die Straßenbeleuchtung wird komplett erneuert. An vier Meter hohen Masten werden LED-Leuchten installiert und so wird das Areal gut ausgeleuchtet.

Autor: B. Köhler   Fotos: S. Forberg

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