Baden im Norden (Teil 2)

Kaum ein Stadtteil hat so attraktive Bademöglichkeiten zu bieten wie der Erfurter Norden – ob im Nordbad, am Nordstrand und im Freibad Stotternheimer See. Alle drei liegen mehr oder minder vor unserer Haustür und laden auf eine erfrischende Freizeit ein. Wir halten die wichtigsten Infos für unsere Leser fest. Heute über die Baggerseen im Norden, insbesondere über den Nordstrand.

Unter einer Oberbodenschicht lagern in unserem Stadtteil Kiessande, die die Gera während der letzten Eiszeit auf ihrem Weg vom Thüringer Wald zur Unstrut hier abgelagert hat. Seit rund 18.000 Jahren nimmt die Gera einen anderen, ihren heutigen Flussverlauf. Bis zu zwölf Meter dick ist diese Kiesschicht und das Material wichtig für das Baugewerbe. Gewaltige Bagger fressen sich in den Boden. In die so entstehenden Gruben dringt das Grundwasser ein. So entstanden u.a. auch die Baggerseen in Alperstedt, Kühnhausen. Kies wird noch immer abgebaut, es entstehen weitere Wasserflächen, in ihrer Gesamtheit als Erfurter Seen bezeichnet.

Der Nordstrand wurde 1972 eröffnet und bietet Sandstrand und weite Rasenflächen zum Sonnen und für sportliche Aktivitäten. Er ist stadtnah gelegen und gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad erreichbar. Ein alter Baumbestand sorgt für schattige Plätze. Erwähnenswert ist die sehr hohe Wasserqualität.
Nicht nur baden und sonnenbaden kann man hier, sondern auch tauchen (lernen), Wasserski und Sportfischen sind möglich. Eine Wasserski- und Wakeboardanlage befindet sich hier. Drei Beachvolleyball- und zwei Beachsoccerplätze ergänzen das Badevergnügen, ebenso ein schön angelegter Naturlehrpfad.

Autor: B. Köhler. Fotos: B. Köhler