Informationstafel rundet Gestaltung des Renau-Quartiers ab

Zwei Jahre ist es her, dass das monumentale Wandbild „Die Beziehung des Menschen zu Natur und Technik“, geschaffen vom spanischen Künstler Josep Renau, seinen (fast) angestammten Platz an der Rückfront der Moskauer Meile nach umfassender Restauration wieder eingenommen hat. Am Freitag vergangener Woche wurde eine Informationstafel zum Kunstwerk offiziell eingeweiht. 

Der Reihe nach: Das Mosaik - 30 Meter lang und sieben Meter hoch – war vor dem Abriss des Kultur- und Freizeitzentrums, auf dessen Außenwand es angebracht war, durch den damaligen Eigentümer der Stadt übertragen worden. In Containern eingelagert harrte das aus 70.000 kleinen Glasfliesen bestehende Bild seiner Restauration. Im Anschluss daran wurde eine vom Gebäude der „Moskauer Meile“ entkoppelte Stahlkonstruktion erstellt und an nahezu gleicher Stelle das Kunstwerk wieder positioniert. 

Was viele Jahre in Anspruch nahm, fand am Freitag seine Vollendung: Nach der Schaffung einer kleinen Oase mit Grün, Staudenbeet und Bänken direkt gegenüber dem Bild im vergangenen Jahr,  nach einem neuen Fassadenanstrich, der das Kunstwerk gut zur Geltung bringt, wurde jetzt eine Tafel installiert, die dem Betrachter Auskunft gibt über Künstler und Werk. Auch wird das Bild inzwischen nachts angestrahlt. Eine Beleuchtung zu installieren, die das Kunstwerk in seinen vielen Facetten richtig und gut in Szene zu setzen vermag, stellte sich als nicht so einfach heraus, erinnert sich Kulturdezernent Tobias Knoblich. 

„Das Kunstwerk ist Teil unserer Geschichte und Kultur, die vor 30 Jahren noch nicht so ernst genommen worden war.“, sagte Oberbürgermeister Andreas Bausewein anlässlich der Einweihung am Freitag. „Viele Menschen aus dem Quartier sitzen auf den Bänken und lassen das Kunstwerk auf sich wirken.“, erzählt Ortsteilbürgermeister Torsten Haß. Inzwischen spricht man vom „Renau-Quartier“ am Moskauer Platz. 

Knapp 10.000 Euro wurden in Beleuchtung und Tafel investiert.

Autor: B. Köhler. Fotos: S. Forberg

 

v.l.: Ortsteilbürgermeister Torsten Haß, Oberbürgermeister Andreas Bausewein und Kulturdezernent Tobias Knoblich