In strahlendes Licht getaucht

Die Kiliani-Kirche in Gispersleben wird seit dem ersten Advent in ein strahlendes Licht getaucht. Ihre Architektur und ihre besonders schöne Lage direkt am Park machen sie zu einem echten Blickfang, der nun auch in der Dunkelheit – zumindest für einige Stunden im Winter – seine Wirkung entfaltet. 

Geld- und Sachspenden machten die Beleuchtung ebenso möglich wie ehrenamtliches Engagement. Ortsansässige Unternehmen, der Ortsteil- und der Gemeindekirchenrat, zudem engagierte Bürger haben sich stark gemacht, und das Ergebnis beeindruckt die Betrachter – wie unsere Bilder zeigen. Sowohl vom Kiliani-Park aus als auch von der Zittauer Straße verströmt die Lichtinszenierung eine wunderbare Atmosphäre. Und das gelang, obwohl insgesamt nur drei LED-Strahler installiert wurden mit einer überschaubaren Wattzahl. 

Das Vorhaben ist vom Amt für Denkmalschutz und ebenso vom Umweltamt von Anfang an begleitet worden. Den Akteuren war Energieeffizienz ebenso wichtig wie die Rücksichtnahme auf die Turmfalken und Fledermäuse, die dort ihr Domizil haben. Wo die Tiere sind, bleibt es dunkel. Und überhaupt hat man sich entschieden, ausschließlich im Winter und dann nur auf wenige Stunden begrenzt – am Wochenende von 17 bis 22 Uhr – die Kirche zu beleuchten. Die Kosten und die Umwelt behielt man sensibel im Blick.

Hintergrundwissen:

Die Kilianikirche entstand nach dem großen Dorfbrand von 1733 an Stelle des Vorgängerbaus in Etappen. Der Turm wurde 1744 errichtet. Das Kirchenschiff mit der Doppelempore stammt aus dem Jahre 1792, wobei 1833 der Altarraum apsisartig verlängert wurde. Der spätbarocke Kanzelaltar stammt aus dem Jahr 1794. Die Hesse-Orgel mit dem original erhaltenen Prospekt wurde 1803 eingeweiht.*

Quelle: www.ekeg.de 

Autor: B. Köhler Fotos: K.-D. Ludwig, A. Lerche