Brückenneubau in Warschauer Straße verschiebt sich

In unserem Stadtteil wird vielerorts gebaut. Besonderes Augenmerk liegt u.a. auf den Brücken. Zuerst wurde die Fußgängerbrücke im Kilianipark, die die alte Brücke über das nunmehr abgerissene Wehr ersetzt, ihrer Bestimmung übergeben. Dann die stählerne Riethbrücke abgebaut, die bis zum nächsten Jahr durch eine moderne Stahlbetonkonstruktion ersetzt wird. Ebenso ist die Fußgängerbrücke, die die Straße der Nationen zwischen dem ehemaligen Wehr Teichmannshof und der Hanoier Straße überspannt, zu erneuern, wofür die Vorbereitungen schon getroffen sind. Die Brücke in der Warschauer Straße, die von Straßenbahn und Fußgängern überquert wird, bedarf ebenfalls der Erneuerung. Hier aber stehen vielschichtige Probleme einem zeitnahen Baubeginn entgegen. Die Fertigstellung wird bestenfalls bis Ende 2021 gelingen.

Die besondere Herausforderung liegt in der Konstruktion der neuen Brücke. Trotz zukünftig höherer Lasten infolge größerer Straßenbahnzüge darf der Überbau der Brücke nicht dicker werden und nicht höher herausragen als heute. Der Brückenüberbau darf aber auch nicht nach unten in das Abflussprofil der Gera hineinragen, um bei Hochwasser nicht zum Abflusshindernis zu werden. Erst wenn jedes Detail praktikabel, zulässig und geprüft ist, kann mit der Umsetzung der Planung begonnen werden. Parallel dazu müssen große Trassen für Telekommunikation und Stromversorgung die Gera queren.

Für die Dauer der Bauzeit soll die Straßenbahn eine Behelfsbrücke befahren. In Abhängigkeit des tatsächlichen Beginns der Brückenerneuerung wird über die Behelfsbrücke für den Individualverkehr entschieden. Für die Fußgänger gibt es immer eine Verbindung über die Behelfsbrücke der Straßenbahn.

Autor: B. Köhler   Fotos: S. Forberg