Modernes Training ersetzt Elefanten-Spaziergänge durchs Wohngebiet, schade eigentlich

Die Elefanten im Thüringer Zoopark müssen regelmäßig trainiert werden. Bei den Trainings geht es darum, die Elefanten mental und körperlich fit zu halten. Die Pfleger sorgen u.a. dafür, dass sie die erlernten Kommandos nicht vergessen, die beispielsweise für tierärztliche Untersuchungen benötigt werden. Andere Kommandos sind für die Pfleger hilfreich um den Elefant artgerecht zu umsorgen.

Dazu gibt es – neben anderen die Pfleger schützenden Maßnahmen – ein sog. Targettraining, bei dem die Tiere lernen, mit ihrem Fuß, dem Rüssel oder den Ohren einen Stab mit einem Ball an der Spitze, das sogenannte „Target“, zu berühren und die jeweilige Position eine Weile zu halten. So können sie in sicherem Abstand untersucht oder behandelt und Unfälle vermieden werden. Das Training setzt auf positive Verstärkung, also Lob und Belohnung. Verhält sich das Tier nicht wie gewünscht, entfällt die Belohnung, das Verhalten wird ignoriert, nicht aber geahndet oder bestraft. Vor der Einführung des Target-Trainings war die Arbeit der Tierpfleger weitaus gefährlicher. Um sie zu fordern und zu fördern, wurden sie trainiert, auf einigen konnte sogar geritten werden. Auch tägliche Spaziergänge durch den Zoo standen auf dem Programm. Zu besonderen Anlässen und für einen guten „Auslauf“, sind die Elefanten auch durch das angrenzende Wohngebiet ‚Am Roten Berg‘ spaziert.

Das Foto entstand (sehr wahrscheinlich) zum Wohngebietsfest der Rote-Berg-Siedlung 1977. Anwohner werden sich vielleicht noch erinnern an Marina, die Elefantendame, auf der auch Kinder geritten sind.

Autor: B. Köhler. Fotos: Thüringer Zoopark Erfurt

1977

Marina mit Kindern 1995