Nahversorgung mit Einkaufserlebnis
Das neue Einkaufszentrum „Roter Berg“ soll ab 2021 entstehen

Dass das Einkaufszentrum „Roter Berg“ einem Neubau weichen soll, ist längst beschlossen. Mehrfach hatte die Stadt Änderungen am Konzept eingefordert, die der Investor, die Zehentner und Seidel Immobiliengesellschaft mit Sitz in Weimar, berücksichtigte. Nun, praktisch auf der Zielgeraden, hat die Corona-Krise den notwendigen Stadtratsbeschluss bislang verhindert, doch der Bauherr gibt sich optimistisch, noch in diesem Jahr mit dem Abriss des bestehenden Gebäudes beginnen zu können. Der wird ungefähr drei bis vier Monate in Anspruch nehmen. Theoretisch könnte dann 2021 mit dem Bau begonnen werden.

Das Einkaufszentrum „Roter Berg“ hat seit Jahren mit leer stehenden Ladenflächen und geringen Besucherfrequenzen zu kämpfen. „Das Center hat seine Existenzberechtigung, muss aber in eine moderne, zeitgemäße Fassung gebracht werden, um langfristig wettbewerbsfähig zu werden. Ziel ist es, eine echte Nahversorgung zu sichern. Die Menschen sollen vor Ort einkaufen und nicht in andere Wohngebiete ausweichen müssen“, erklärt Investor Karl-Heinz Zehentner. So soll ein Beitrag zur Entwicklung der Infrastruktur mit Ausstrahlung auf das gesamte Wohngebiet geleistet werden.

Die Unterstützung durch den Ortsteilrat um Bürgermeisterin Marina Rothe ist ihm bei dem Vorhaben sicher: „Hier ist ein Versorgungsauftrag für 7.000 Menschen abzusichern und wir setzen alles daran, dass dies auch gelingt.“

Das neue Center ist als Ensemble aus mehreren Flachbauten geplant. Insgesamt sieben Gebäudemodule umschließen Parkplätze, eine Marktfläche, Parkbänke und viel Grün. Die Fassade wird dezent in verschiedenen Grau- und Brauntönen akzentuiert. Auch ein Kinderspielplatz und öffentliche Toiletten sind in das Konzept integriert. Gegenüber der Erstplanung ist der Spielplatz räumlich versetzt und die Tiefgarage vergrößert worden.

Ökologischen Aspekten wird Rechnung getragen durch die Anpflanzung von insgesamt 67 Bäumen, einer intensiven Begrünung des Tiefgaragendaches und Grünflächen. Nicht nur 161 PKW-Stellplätze und 87 Tiefgaragenplätze sollen entstehen, auch ausreichend Fahrradständer sind vorgesehen für die Besucher des Einkaufszentrums.

Autor: B. Köhler Foto: S. Forberg

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