Erdreich bewegt, Wege grundhaft ausgebaut, Grün gepflanzt und vieles mehr

Am vergangenen Freitag wurde die westliche Seite des Nordparks offiziell freigegeben, die Bau- und Gartenbauarbeiten sind hier abgeschlossen. Die westliche Seite ist der dem Klinikum zugewandte Bereich. Hier befinden sich jetzt neu angelegte Ruheoasen mit Holzbänken und Staudenbeeten, platziert unter alten, Schatten spendenden Bäumen. Hier wurden Wege grundhaft ausgebaut und durch neue ergänzt. Hier gibt es einen barrierefreien Zugang zur Baumerstraße und – sobald die Bauarbeiten dort beendet sind – zur künftigen Parklandschaft auf dem Areal des ehemaligen Garnisonslazaretts an der Nordhäuser Straße. Nicht nur dieser Zugang, sondern alle Wege sind jetzt barrierefrei. Zur Eröffnung haben Rollstuhlfahrer getestet, wie sich der Park jetzt für sie präsentiert.

2.000 Meter Stahlkanten grenzen die Wege und Beete zum Rasen hin ab. Unter der für Parkwege üblichen Kiesoberfläche, die – feingeharkt – den Parkcharakter unterstreicht, befinden sich eine 30 Zentimeter dicke Frostschutzschicht, 30 Zentimeter Schotter und fünf Zentimeter wassergebundene Legedecke.
Wege, Rasenflächen und Staudenbeete wurden so angelegt, dass sie mit überschaubarem Aufwand gepflegt werden können. Ihre Belastbarkeit beträgt 7,5 Tonnen, sodass auch kleine LKW und Transporter für die Pflege eingesetzt werden können. Die 35 neuen Bänke sind mit Eichenholz ausgestattet. 18 Abfallbehälter wurden positioniert. Auch die Freilauffläche für Hunde ist wieder freigegeben.

Weitere Zahlen und Fakten: Neun Bäume wurden bislang gepflanzt, dazu 800 Sträucher, Rosen und Gehölze, 12.000 Stauden und Gräser, 64.000 Blumenzwiebeln gesteckt (Tulpen, Narzissen, Hyazinthen u.a.m.)
8.000 Kubikmeter Boden und Erde wurden abgetragen, teilweise gesiebt und wieder eingebaut, nicht wieder verwendungsfähiges Material wurde fachgerecht entsorgt.

7,1 Millionen Euro, von denen 80 Prozent aus Fördermitteln stammen, wurden investiert.

Autor: B. Köhler.  Fotos: B. Köhler, Stadtverwaltung Erfurt

Oberbürgermeister Andreas Bausewein auf einer der neuen Parkbänke. Die aus den 1950er Jahren stammenden Gehwegplatten auf dieser Fläche wurden aufgearbeitet und neu verbaut.