Groß, gut durchdacht und für Anfänger bis Profis

Der Skateanlage im Nordpark nimmt Gestalt an. Schon sind die einzelnen Hindernisse nicht nur gut zu erkennen, sondern in Kürze auch fertiggestellt. Es wird eine große, in den Park integrierte Anlage. Auf einem Areal von insgesamt rund 1.500 Quadratmetern und mit reinen Skateflächen von ca. 1.000 Quadratmetern liegt sie im oberen Bereich dessen, was es in Deutschland an Anlagen dieser Art gibt.

Der Parcours ist gut durchdacht angelegt. Von Anbeginn waren Skater in die Planung einbezogen, um im Nordpark optimale Bedingungen zu schaffen. Für Anfänger wie für versierte Skater finden sich unterschiedlich schwierige Elemente. Drei Pflanzflächen werden angelegt. Bäume werden im Sommer Schatten spenden. Die Anlage soll zu ausgiebigem Verweilen einladen und wenn viele Skater dort aktiv sind, trotzdem ausreichend Freiraum bieten. Quarter in anspruchsvoller Version, eine interessant geformte, 1,48 Zentimeter tiefe Bowl, Rooftop mit Rail, drei verschiedene Curbs, Stair und London Gap soll der künftige Skate-Park umfassen. Einen Anfängerbereich wird es ebenso geben wie schwieriger zu meisternde Elemente. ‚Low to high‘ – so der Anspruch.

Oberbauleiter Oliver Heß vom Bauunternehmen Bauer aus Walschleben, erklärt die baulichen Besonderheiten. Die Elemente, in denen sich die Skater bewegen werden, bestehen aus im Werk produzierten Betonfertigteilen. Die Strecken zwischen den Element, die sog. Flat, die insgesamt eine Fläche von rund einem Quadratkilometer einnehmen, sind aus einer 15 Zentimeter starken Betonschicht gefertigt, unter der sich eine rund 30 Zentimeter dicke Schicht Frostschutz befindet. Die Oberfläche, besonders glatt, eben und dennoch griffig besteht aus sog. flügelgeglättetem Beton. Das beinhaltet, dass nach dem Abziehen der Betonoberfläche, dann, wenn sie noch plastisch verformbar, aber schon begehbar ist, mit einer Art Eisenschaber, dessen Form an Flügel erinnert, die Oberfläche geglättet wird.

Noch ein Hinweis: Die Anlage ist noch nicht freigegeben, der Beton noch nicht ausgehärtet. Wer sich jetzt hier auf der Baustelle bewegt, riskiert, dass die Anlage späterhin nicht den hohen Ansprüchen der Sportler genügt, der Beton uneben und schadhaft ist.

Autor: B. Köhler.  Fotos: S. Forberg, Stadtverwaltung Erfurt

Oberbauleiter Oliver Heß vom Bauunternehmen Bauer aus Walschleben