Am Fluss, am Radweg mit viel Grün für beste Freizeitoptionen

Gispersleben. Die Umsetzung eines durchdachten Konzeptes, das klug städtisches Umfeld, eine naturnahe Flusslandschaft und gewachsene Parkstrukturen mit vielen Optionen für Freizeitgestaltung und Erholung verbindet, hat gestern ihren Abschluss gefunden. Dazu gab es in den vergangenen Jahren vielfältige Maßnahmen, die schließlich das entstehen ließen, was bereits gestern mit offizieller Eröffnung bei strahlendem Sonnenschein von vielen Besuchern genutzt wurde.

Wo einst das Heizkraftwerk stand, ist nun eine beeindruckende Freizeit- und Erholungsparkfläche entstanden. Das Heizkraftwerk war bereits 2015 abgerissen worden. Das Wehr im Kiliani-Park wich 2016 einer sog. Sohlgleite, bei denen die Fische die Höhenunterschiede im Fluss gefahrlos passieren können. Nach rund 14 Monaten ist nun auch die Neugestaltung der Parkanlage abgeschlossen.
Unmengen an Erdreich wurden bewegt: Zunächst 10.000 Tonnen Boden und 5.000 Kubikmeter Bauschutt abgetragen. Um das flache Gelände zu gestalten, wurde mit 3.300 Kubikmeter Boden eine Hügellandschaft modelliert. 256 neue Bäume, 5.800 Stauden und rund 40.000 sog. Geophyten (mehrjährige, krautige Pflanzen) wurden gepflanzt. Damit gibt es jetzt hier mehr Grün als vor Beginn der Baumaßnahmen, bei der Baumfällungen unausweichlich waren.

Auf einem barrierefrei angelegten Spielplatz können Kinder mit und ohne Handicap spielen. Ein sogenanntes integratives Podest kann mit dem Rollstuhl befahren werden und stellt verschiedene Spielmöglichkeiten zur Verfügung. Zusätzlich wurde ein Rollstuhlkarussell aufgestellt, um das ein Fallschutzbelag eingebracht wurde. Eine ganze Trampolinlandschaft ist zudem entstanden mit fünf unterschiedlich dimensionierten Trampolinflächen. Eine von ihnen kann auch von Rollstuhlfahrern genutzt werden.
Sportbegeisterte kommen auf dem neuen Fitnessparcours auf ihre Kosten. Die Anlage ist nachhaltig errichtet, besteht aus recyceltem Edelstahl. An verschiedenen Geräten können Übungen mit dem eigenen Körpergewicht durchgeführt werden.

Die Gesamtkosten für den Umbau und den Radweg betragen rund 3,3 Millionen Euro, 82 Prozent davon stammen aus Städtebaufördermitteln sowie aus Mitteln zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) des Freistaats Thüringen. Der Eigenanteil der Stadt Erfurt liegt damit bei rund 630.000 Euro.

Autor: B. Köhler. Fotos: B. Köhler

Oberbürgermeister Andreas Bausewein: „Die Fördermittel sind gut angelegt. Das Ergebnis erhöht die Lebensqualität. Und das bleibt auch nach der BUGA so. Generell wird wenig zurückgebaut, nur einige wenige Beete. Insgesamt umfassen alle BUGA-Flächen 120 Hektar, im Erfurter Norden entstehen die größten. Die Anlagen sind für die Erfurter wichtig, sie werden die Stadt auf Jahrzehnte prägen. Rund 20 Hektar mehr an Grünanlagen entstehen, 23 Spielplätze zwischen Nord- und Kilianipark.“

Fitnessanlage aus recyceltem Edelstahl

Trampolinanlage mit fünf unterschiedlich dimensionierten Tarmnpolinbereichen

„Danke, danke, danke!“, sagte Ortsteilbürgermeisterin Anita Pietsch anlässlich der offiziellen Eröffnung der Anlage: “ Wir sind dankbar, wie sehr Gispersleben in den vergangenen Jahren aufgewertet wurde. Ich hoffe, all das wird entsprechend gewertschätzt. Der Ortsteilrat ist ebenfalls begeistert.“ Für die Gisperslebener Veranstaltungen entstand in diesem Bereich ein rund 2.000 Quadratmeter großer Festplatz mit befestigter Feuerstelle und ausreichend dimensioniertem Stromanschluss.  

Modellierte Landschaft

Weitläufig angelegter Festplatz