Café am See

Der Auenteich dürfte eine der größten und spektakulärsten Neugestaltungen entlang der Geraaue sein – direkt hinter den Häusern des Moskauer Platzes. Dort, wo die Brücke über die Straße der Nationen führt, wo ehemals das Wehr Teichmannshof stand, wo jetzt das kleine Wasserkraftwerk entstand, erstreckt sich der Teich auf einer Fläche von rund einem Hektar mit einer Tiefe bis zu 2,50 Meter. Gespeist wird er von der kleinen Wasserkraftanlage mit Wasser der Talsperren Schmalwasser und Tambach-Dietharz. Aufgrund der niedrigen Wassertemperatur wird der Teich nicht als Badegewässer ausgewiesen. Entlang des Zu- bzw. Ablaufs für den Teich werden auf eine Fläche von rund 820 Quadratmetern Sträucher gepflanzt. Direkt am Wasser werden Staudensäume und ein rund 300 Quadratmeter großer Bodenfilter mit Schilf angelegt. In der Nähe des Wasserkraftwerkes entsteht auf Wunsch des Erfurter Kneipp-Vereins ein Kneippbecken.

Das Gebäude des Jugendclubs wurde umfassend saniert. Aber nicht nur Jugendliche finden hier bald wieder ein Domizil, sondern auch ein Stadtteilcafé – das Café am See. Zuvor war in diesem Bereich des Gebäudes die Außenstelle des Garten- und Friedhofsamtes untergebracht. Jetzt gibt es hier große Fensterfronten und – als absolutes Highlight – eine Außenterrasse auf dem Wasser, getragen von einer Stahlkonstruktion und Betonfundamenten, beplankt mit Holz.

Kaffee und Kuchen oder ein kleiner Imbiss werden dann ab dem Frühjahr mit Blick auf den Teich und in die Geraaue zu genießen sein. Durch die großen Fensterfronten ist ein toller Ausblick auch vom Innenbereich gegeben. Die Möblierung wird sich dezent zurückhalten, die umgebende Natur soll schließlich die Hauptrolle spielen.

Autor: B. Köhler. Fotos: B. Köhler