Eine Woche ohne Nahversorgung

Im November gab der Stadtrat schließlich grünes Licht für den Neubau eines Einkaufszentrums am Roten Berg. Vorausgegangen waren neben jahrelangem Planen auch das Ringen des Ortsteilrates um Bürgermeisterin Marina Rothe um eine Ersatzversorgung durch REWE mit den wichtigsten Dingen des täglichen Bedarfs. Das schließlich sollte möglich werden in temporär aufgestellten Containern und mit einem nahtlosen Übergang zwischen der Schließung der Lebensmittelgeschäfte bis zur Inbetriebnahme der Ersatzversorgung.
Dies ist so nicht gelungen, in dieser Woche bis voraussichtlich zum 8. März ist der Rote Berg ohne Nahversorgung. Der Container-Standort ist nicht fertig und Norma, das letzte Lebensmittelgeschäft im Center, schloss am Samstag.

Dass sich Ortsteilbürgermeisterin Marina Rothe und die Mitglieder des Rates, ebenso die Stadtverwaltung um die Versorgung der rund 6.000 Anwohner während der zweijährigen Bauzeit des neuen Centers so vehement kümmern, ist keineswegs selbstverständlich, denn eigentlich liegt das nicht in ihrem Kompetenz-Bereich.
Zusätzlich zum Container-Standort hat Marina Rothe sich auch dafür eingesetzt, dass ein Friko-Mobil jeden Samstag den Roten Berg einmal pro Woche anfährt. Dort werden frische Lebensmittel aus Verkaufswagen heraus angeboten.
Der künftige Container-Verkauf wird zwei Kassen haben, die Waren verteilen sich auf knappe 350 Quadratmeter, ungefähr die Hälfte des Norma-Marktes.

Bleibt zu hoffen, dass der Bau des Container-Standortes jetzt zügig vonstatten geht, damit die Bewohner vom Roten Berg, vor allem jene, die aus Gesundheits- oder Altersgründen nicht selbst fahren können, eine Grundversorgung haben.

Autor: B. Köhler.  Foto: S. Forberg