Es ist vollbracht!

Das Sportplatzgebäude in der Essener Straße ist fertig gestellt und die Erlaubnis zu seiner Nutzung von den Behörden erteilt. Noch ist es wenig belebt aufgrund der Bestimmungen zur Eindämmung der Pandemie. Nur sog. Kadersportler dürfen derzeit trainieren. Wir durften als Erste das vollständig neu gestaltete Haus in Augenschein nehmen, nachdem wir alle Etappen der rund 18-monatigen Bauphase in Wort und Bild begleitet hatten. Und obwohl wir schon ahnten, dass das Gebäude – seit seiner Entstehung ein architektonisches Highlight – interessant, schön und dennoch funktional werden würde, überraschten uns bei unserem Rundgang viele neue ästhetische Details hinsichtlich der finalen Farbgebung und der verwendeten Materialien.

Die Architektur, der Gebäudekubus ist erhalten geblieben. In seiner Entstehung in den 1970er Jahren war er mit seinem auskragenden Obergeschoss und den unterschiedlichen Ebenen und einer fast mondänen Freitreppe ein zukunftsweisendes Objekt. Heute unterstreicht eine interessante Farbgebung – einerseits in dezenten Grautönen, andererseits in Akzente, die durch farbiges Glas gesetzt wurden – genau diesen modernen Charakter. Das in einer sog. Pfosten-Riegel-Konstruktion erbaute Haus ist vollständig entkernt worden, die Raum- und Wegeaufteilung an die neuen Bedürfnisse angepasst. Früher war es als Betriebsgebäude des Kombinates Umformtechnik sowohl mit Umkleidekabinen für Fußballer und Leichtathleten, mit Sauna, auch mit Gästezimmern und einer Gaststätte ausgestattet, jetzt bietet es für die Ausübung verschiedener Sportarten – sowohl für den Trainingsbetrieb als auch für Wettkämpfe optimale Bedingungen, für Fußball, Rugby, Aikido, American Football, Gymnastik, Kraftsport, Judo, Billard, Leichtathletik und Schach. Und die Kegelbahn ist erhalten geblieben, auf Wunsch der Kegler mit der als fast historisch zu bezeichnenden Innenausstattung.

Aber sonst ist alles neu: Fenster Versorgungsleitungen, ein Aufzug und an den Sportarten ausgerichtete Raumausstattungen wie unsere Bilder zeigen. Rund dreieinhalb Millionen kostete der Umbau, 2,7 Millionen davon trägt der Bund, 700.000 Euro die Stadt.

Autor: B. Köhler. Fotos: S. Forberg

Hat den Bau koordiniert 

 

Sachgebietsleiter Technik vom Erfurter Sportbetrieb Kai Martin auf einer der fünf neuen massiven Bänke im Außenbereich

Zwischen kühlem Grau und warmen Holztönen – das Stahlgeländer mit einem Handlauf aus massiver Eiche

 

Die Stufen wurden belegt mit einem Betonwerkstein

40 mm starke Matten dämpfen fallende Gewichte – der Raum für die Kraftsportler

Linoleum-Boden – natürlicher Belag mit angenehmer Haptik

Auf den Matten trainieren künftig Boxer, Kampfsportler oder Gymnastik-Fans

Judoka werden gepolstert durch belegte weiche Wandflächen

In der Kegelbahn wurde lediglich der Vorraum erneuert: Parkettbelag und neue Küche. Die Fenster sind ebenfalls neu.

Der kürzeste Weg zwischen Außensportanlagen und Umkleide wurde gepflastert. Eine Schuhwaschanlage wird das Gebäude vor unnötig hereingetragenem Schmutz schützen.

Die Deckenunterseite ist mit Lärchenholz verkleidet, auch hier findet das Farb- und Materialkonzept eine konsequente Fortsetzung

Das Außengebäude verfügt über sechs Boxen, in denen das Equipment der Vereine untergebracht wird.

 

Eine E.Bike-Ladestation und Fahrradbügel stehen zur Verfügung