Der Spaß steckt im Detail

Wir haben darüber berichtet, was in den vergangenen Monaten an Neuheiten in unserem Stadtteil entstanden ist, insbesondere entlang der Gera. Wir haben uns jetzt aufgemacht, um die Dinge nach und nach genauer unter die Lupe zu nehmen und einiges selber auszuprobieren. Begonnen haben wir am Wochenende mit den sog. Motorikgärten, die unterhalb der Berliner Straße und nahe des Cafés am See angelegt wurden.

Der Begriff erschließt sich nicht unbedingt sofort, erklärt sich aber aus der Anordnung verschiedener Geräte, die die Motorik schulen sollen. Unter Motorik (Wir haben nachgelesen) versteht man die Gesamtheit der Bewegungen der Skelettmuskulatur. Die Motorik zeigt sich durch zahlreiche Komponenten bestimmt. Deren Funktionstüchtigkeit und Zusammenspiel macht ihre Qualität aus, vor allem das der konditionellen Grundeigenschaften, der koordinativen Fähigkeiten und der persönlichen Ausstrahlung – heißt es auf Wikipedia. Die erste Herausforderung nehmen wir an schräg zueinander positionierten kurzen Holzstämmen an – namentlich die Adduktorengalerie. Adduktoren sind Muskeln, die das Heranführen der Extremitäten zur Körpermitte hin steuern. In diesem Falle also unserer Beine. Exakt solle man seine Füße abwechselnd auf die schrägen Baumstämme setzen und so die Strecke laufen.

Der Kraftstuhl fordert u.a. unsere Bauchmuskeln, indem man die Unterarme auf die Stuhllehnen positioniert, die senkrecht angebrachten Zapfen umfasst und den Rücken gegen die Lehne presst. Hebt man beide Beine oder nur eins, hat die Bauchmuskulatur ordentlich zu tun. Wackelig wird es auf den sog. Balancierklötzchen. Hier sind in Form einer Brücke einzeln aufgehängte Klötze zu überschreiten, auch dies erfordert volle Konzentration. Wir probieren alles aus, wo gerade Platz ist und stellen fest: Schön, dass nicht nur die Kids zur Bewegung animiert werden, sondern auch wir Erwachsenen. Das macht im Übrigen richtig Spaß.

Autor: B. Köhler. Fotos: B. Köhler, S. Forberg