Viel Grün verwandelt Straßenbild

Anfang der Siebziger entstanden: Die Gebäude der Lowetscher Straße. Beim Einzug der Mieter waren die Außenanlagen, die hier akkurat angelegt sind, noch nicht fertiggestellt. Heute hat sich das Areal sehr verändert.

Der Johannesplatz war Erfurts erstes Neubaugebiet

Der Name leitet sich von der Lage in der Johannesflur ab, die ihren Namen von der innerstädtischen Johanneskirche und damit vom heiligen Johannes erhalten hat.

Der Johannesplatz existierte seit der napoleonischen Zeit und diente als Lager- und Exerzierplatz. Nach preußischen und französischen Truppen lebten dort im Ersten Weltkrieg Kriegsgefangene. Später wurden die Baracken zu Notstandswohnungen umfunktioniert und schließlich 1951 abgerissen.

Vor Jahrzehnten …

sah es so am Moskauer Platz in den 90er Jahren aus. Erfurt wuchs nach Norden: Zuerst am Johannesplatz, der im vergangenen Jahr 50 Jahre alt wurde, später bis nach Gispersleben.

Anfang der 90er Jahre …

… sah es so am Roten Berg aus. Zwischen 1977 bis 1982 entstand das Wohngebiet. Die 234 Meter über NN reichende Erhebung “Roter Berg“ gab dem Wohngebiet seinen Namen.

Der Moskauer Platz in seiner Entstehung

In den 80er Jahren wurde das größte Neubaugebiet Erfurts errichtet – der Moskauer Platz. Mit 337 Gebäuden und mehr als 5.000 Wohnungen ist er rund 8.000 Menschen eine Heimat, früher lebten hier rund 15.000 Menschen. Wohnscheiben und Punkthochhäuser wechseln sich mit Fünfgeschossern ab.

Damals – Der Moskauer Platz

Ddurch die Zeit zurückgereist, lassen wir den Blick schweifen. Das Kultur- und Freizeitzentrum Moskauer Platz ist im Bau und die Kaufhalle ist schon eröffnet. Hinter dem Kultur- und Freizeitzentrum sind noch Felder zu sehen. An dieser Stelle befindet sich heute der Thüringen-Park.  

Der O-Bus

Wer kennt ihn noch im Stadtbild Erfurts – den O-Bus, ausführlich: Oberleitungsbus? Der fuhr ähnlich wie Straßenbahnen mit Strom aus der Leitung oberhalb der Linienführung, nur eben nicht auf Schienen. Er wurde nicht von einem Verbrennungsmotor, sondern von einem oder mehreren Elektromotoren angetrieben. Seinen Fahrstrom bezog er aus über der Fahrbahn gespannten Oberleitungen.

Entlang der Nordhäuser Straße

So sah es aus, als die Punkthochhäuser noch nicht standen und die Garagen sich noch im Bau befanden entlang der Nordhäuser Straße. Aus der entgegengesetzten Richtung und von einem dieser Punkthochhäuser haben wir das gleiche Areal fotografiert.

Der Rote Berg von oben

Erfurts erster Flugplatz und der Thüringer Zoopark

Die 234 Meter über NN reichende Erhebung Roter Berg gab dem Wohngebiet seinen Namen. Der Name ist auf die charakteristische Gesteinsfarbe, die rötlichbraun, aber auch grau und grünlich schimmert, zurückzuführen.

So entstand der Johannesplatz

Gestern haben wir über die Integrierte Gesamtschule (IGS) am Johannesplatz berichtet, früher POS 37.

1978/79 gebaut, heute saniert

Gestern haben wir berichtet über die akribische Sanierung des Wohngebäudes Karl-Reimann-Ring 6. Auf den historischen Fotos sieht man das Gebäude aus zwei verschiedenen Perspektiven als es ganz neu war. Die Außenanlagen sind damals noch nicht gestaltet. Dort, wo heute hohe, Schatten spendende Bäume stehen, fehlte es noch an Grün.

Punkthochhäuser noch nicht errichtet

Im Vordergrund des Fotos sind die Gleise der ‚Riethschleuder zu sehen – eine Art S-Bahn-Verbindung, die in den Hauptzeiten vor allem den Werktätigen zur Verfügung gestellt worden war. Die Linie verlief vom Haupt- bis zum Nordbahnhof, zweigte nach Westen ab und nutzte die Trasse der ehemaligen Kleinbahn Erfurt-Nottleben, um die Neubaugebiete im Norden Erfurts zu erreichen.

Das ‚KUFZ’ in seiner Entstehung

Vom ehemaligen Kultur- und Freizeitzentrum, liebevoll ‚KUFZ‘ genannt, ist nur das Renau-Wandmosaik noch erhalten.

Unser Rieth auf einem Luftbild von 1980

Der Brunnen der Völkerfreundschaft und der ihn umgebende Platz werden neu gestaltet. Auf dem Luftbild von 1980 sieht man diesen Bereich, ebenso die spektakuläre große Treppe zur Schülergaststätte, dem so genannten 1.000-Mann-Saal, in dem die Schüler der umliegenden Schulen mittags versorgt wurden.

Häuser der Tiergartensiedlung um 1935

Ein Polizeibauinspektor ließ die Tiergartensiedlung entstehen

Die Tiergartensiedlung entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie wurde errichtet, um den Arbeitern, die im Erfurter Norden tätig waren, Zugang zu Eigenheimen zu ermöglichen. Die Initiative ergriff 1917 Polizei-Bauinspektor Boegl, der das Projekt einer gemeinnützigen Siedlung im Tiergartengelände entwickelte. Es sollten „gesunde und zweckmäßige” Wohnungen mit Gartenanteil errichtet werden. Boegl gewann für seine Ideen die Unterstützung einiger Unternehmer und schlug vor, eine größere Anzahl von Reihenhäusern zu bauen.

Erfurts S-Bahn

Auf den Fotos aus den 1980er Jahren sind die Gleise der einstigen Erfurter S-Bahn, der Riethschleuder zu sehen, im Hintergrund das Hochhaus der jetzigen Rigaer Straße. Um die Neubaugebiete im Norden unserer Stadt verkehrstechnisch besser an die Innenstadt anschließen zu können, wurde in Ergänzung zu Straßenbahnen und Bussen die einzige S-Bahn-Trasse Erfurts – im Volksmund als ‚Riethschleuder‘ bezeichnet – 1976 gebaut. Die fuhr in den Stoßzeiten unter der Woche, um die Beschäftigten der Betriebe im Norden transportieren zu können. Am Wochenende ruhte der Verkehr. Es wurden die Gleisanlagen der ehemaligen Kleinbahn nach Nottleben genutzt, zudem die Gleise der Bahnverbindung Richtung Nordhausen.

Der Norden von oben in den 80ern

Hier eine kleine Orientierungshilfe:


1 Moskauer Platz
2 Gispersleben
3 Radrennbahn Andreasried
4 Berliner Platz
5 Rieth
6 Straßenbahnwendeschleife 
7 Tiergartensiedlung
8 Roter Berg  

Viel Spaß beim Durchforsten!

Damals und heute – die Lowetscher Straße

In den 1970er Jahren sind die Wohngebäude in der Lowetscher Straße gebaut worden. Die Architektur, die Funktionalität mit gut gestalteten Innenhöfen und Flächen aufwertet, hat auch heute nach mehr als vier Jahrzehnten durchaus Charme, insbesondere wenn man die inzwischen groß gewachsenen Bäume und das viele Grün betrachtet.

Freiflächen wo früher Häuser standen

Wo bis 2009 zwei Fünfgeschosser in der Moskauer Straße und in der Bukarester Straße standen, ist das Areal heute weitläufig. Hier einige Fotos, die den Abriss im April 2009 dokumentieren und ein aktuelles Foto als Gegenstück.

Damals noch im Bau

Das Bild zeigt die Moskauer bzw. Talliner Straße. Im Hintergrund die Wohnscheibe mit elf Geschossen ist noch im Bau. Ebenso der davor stehende Fünfgeschosser. Dort sind erste Balkonverkleidungen montiert.

Der Berliner Platz

Seit dem Frühjahr läuft die Sanierung des Berliner Platzes, in einem Jahr soll er als neue, attraktive Flaniermeile fertiggestellt sein. Auf unserem Fotos sieht man die Südseite des Platzes in den 80er Jahren.

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