Ein besonders attraktives Bauwerk

Nach langen Jahren des Ringens um eine Lösung ist ein besonders schönes Brückenbauwerk am Pappelstieg entstanden. 

Auf 55 Metern spannt sich die Fußgängerbrücke über die Gera, deren Position um rund 25 Meter stromabwärts gegenüber der ihrer Vorgängerin verlagert wurde. Drei Meter breit ist der zur Verfügung stehende Weg, begrenzt und gesichert durch Geländer.

Die stählerne Brücke besteht aus einem mehrzelligen, luftdicht verschweißten, nicht begehbaren Stahlkonstrukt, der Überbauträger aus einem durch Längs- und Querstreifen verstärkten Deckblech, einer s.g. orthotropen Platte und einem gekrümmten Bodenblech. 

Für die Gehbahnplatte wurde ein beidseitiges Gefälle mit zwei Prozent zur Querschnittsmitte hin gewählt, um das Oberflächenwasser in der Mitte zu sammeln. Der Überbau wird auf den beiden Widerlagern sowie am Pylon aufgelagert. Die Stützweiten betragen 44 und 11 Meter (horizontal gemessen), wobei die freie Stützweite von 44 Metern durch sechs verschlossene, galfanbeschichtete Abspannseile elastisch gestützt wird. 

Der zur Brückenmitte geneigte A-förmige Pylon besteht aus Hohlprofilen mit einem Durchmesser von 660 Milimetern.

Sowohl der Handlauf der Geländer als auch der Fußweg der Brücke werden beleuchtet. Die Beleuchtung des Pylons von der Spitze aus, betont die architektonische Schönheit des Bauwerks auch nachts eindrucksvoll. 

Die Brücke ist barrierefrei errichtet worden. Auch die Zuwegungen werden behindertengerecht gebaut. Am süd-westlichen Brückenkopf schließt das neue Bauwerk höhengleich an den Bestand an. Die Längsneigung der Brücke selbst beträgt drei Prozent und erfüllt damit mühelos die Forderung nach einer maximalen Längsneigung von sechs Prozent für die Barrierefreiheit. 

Quelle: Baubeschreibung 

Fotos: S. Forberg