Die Wettermacher oder warum Borussia Dortmund in Erfurt nicht landen konnte

Beobachten, aufzeichnen, auswerten – der Deutsche Wetterdienst (DWD) ist die maßgebliche meteorologische Institution unseres Landes. In Erfurt ist der DWD am Flughafen ansässig. Der liegt – zugegeben – nicht so richtig im Erfurter Norden, aber nahe dran und interessant ist er allemal. Wir durften den erfahrenen Wetter-Beobachtern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Und natürlich – sie “machen“ das Wetter nicht, doch ihre Arbeit ist für uns alle von immenser Bedeutung.

Dirigenten des Luftraumes
Zu Gast im Tower des Erfurter Flughafens


Es ist Ferienzeit und die Sehnsucht nach fernen Gefilden lässt uns in Flugzeuge und mit ihnen in die Lüfte steigen. Die Lüfte – im Fachjargon von Fluglotsen ist das der Luftraum, der ziemlich klar abgegrenzt und aufgeteilt ist in Verantwortungs- und Einsatzbereiche. Wir sind zu Gast auf dem Tower des Erfurter Flughafens und dürfen den Fluglotsen bei der Arbeit über die Schulter schauen. Sie unterstehen der Deutschen Flugsicherung.

Hauptkommissar Wolfgang Friedt, Leiter der Staffel, im Eurocopter. Er ist Pilot und zudem Fluglehrer und Prüfer.

Hinter die Kulissen geschaut: Die Polizeihubschrauberstaffel

Mitfliegen dürfen wir nicht, doch auch am Boden gibt es hinter den Kulissen der Polizeihubschrauberstaffel jede Menge Interessantes zu entdecken. Die Anforderungen an die 23 Kräfte umfassende Einheit, die auf dem Erfurter Flughafen stationiert ist (Wir wissen, der liegt nicht im Erfurter Norden, aber nah dran.), sind enorm hoch – mental wie physisch. Rund um die Uhr sind die Helikopter einsatzbereit, um Vermisste zu suchen, Hochwasserlagen zu dokumentieren, Personen aus unwegsamem Gelände zu retten, Feuerbekämpfung der Wehren zu unterstützen oder flüchtige Personen zu stellen. Der Kernauftrag ist die Unterstützung der Polizeiarbeit am Boden.

Traditionsfeuerwehrfahrzeug erstrahlt in neuem Glanz

Die Freiwillige Feuerwehr Gispersleben ist traditionsbewusst. In diesem Jahr nahm sie die Restaurierung ihres Traditionsfahrzeuges in Angriff. Dabei handelt es sich um ein Löschfahrzeug Garant 30 K aus dem VEB Robur in Zittau, Baujahr 1961. Den Aufbau – eine Holz-Metall-Konstruktion – fertigte der VEB Feuerlöschgerätewerk Görlitz. Dieser Fahrzeugtyp wurde zwischen 1956 und 1962 gebaut. Er war eine Antwort auf die Erfordernisse, in den 1950er Jahren zügig neue Löschtechnik zu produzieren. Auf dem Fahrgestell des damals produzierten LKW ‚Garant‘ wurde ein kostengünstiger und in großer Stückzahl herstellbarer Pritschenaufbau gesetzt. Eine material- und zeitaufwändige Karosserieherstellung entfiel damit. Im Vergleich zu geschlossenen Löschfahrzeugen konnte durch die Gewichtsersparnis mehr Ausrüstung mitgeführt werden. Zum Fahrzeug gehört ein Schlauchtransportanhänger, der 500 Meter aneinander gekoppelte Schläuche zur Einsatzstelle transportieren konnte.

Blick hinter die Kulissen – das Helios-Klinikum im Erfurter Norden

Knapp 1.300 Betten, mehr als 2.000 Mitarbeiter – das Helios Klinikum im Erfurter Norden ist das größte Krankenhaus der Region. Wir dürfen eine junge Ärztin begleiten: Dr. med. Nicole Surek zeigt uns ihren Arbeitsplatz als Anästhesistin.

Vom Einsatz zurück

Konzentriert, engagiert und umsichtig
Reportage über die Polizeiarbeit im Erfurter Norden, Teil 1

Wir sind in Thüringens größter Polizeidienststelle – dem Inspektionsdienst Erfurt Nord – und neugierig auf das Innere des modernen, 2007 eingeweihten Baus. Und darauf, einen Einblick in die Arbeit der Polizei zu erhalten.

Schlichten, helfen und kümmern
Reportage über die Polizeiarbeit im Erfurter Norden, Teil 2

Letzte Woche haben wir der Polizeiinspektion Nord einen Besuch abgestattet und durften einen Blick hinter die Kulissen der ebenso aufreibenden wie spannenden Polizeiarbeit werfen.

Räumt nach 40 Jahren seinen Schreibtisch – Dr. Bernd Wilhelm hat die IGS ermöglicht und mit seinen Kollegen entscheidend geprägt.

Nach 40 Pädagogenjahren – Dr. Bernd Wilhelm verlässt die IGS am Johannesplatz

Es ist ungewohnt still. Die Flure sind so kinderleer wie der Hof. Ferien. Wir sind auf dem Weg zum Direktorenzimmer der Integrierten Gesamtschule (IGS) am Johannesplatz. Bei unserem letzten Besuch vor wenigen Wochen hatten Schüler und Lehrer zu einem fröhlichen Fest geladen, um Erfurts erstes Neubaugebiet gebührend zu feiern. Vor 50 Jahren begann man hier, Wohnscheiben und Punkthochhäuser zu bauen – und eben die Schule. Damals, als sie noch sehr neu war, begann Dr. Bernd Wilhelm hier als junger Lehrer. Genau 40 Jahre ist das her. Jetzt räumt er seinen Schreibtisch und in wenigen Tagen – am 31. Juli – geht er in Rente. Uns interessiert, was er hinterlässt. Der Reihe nach:

Die Baggerseen im Erfurter Norden (Teil 1)
So entstanden unsere Wohngebiete

Es ist ein Jahrhundertsommer dieses Jahr. Damit rücken auch Freibäder, Badeseen und -strände stärker in den Fokus, eilen doch Besucherzahlen von Rekord zu Rekord. Der Erfurter Norden hat in Sachen Badestrand viel zu bieten – den Nordstrand, das Strandbad Stotternheim und den Alperstädter See, auch wenn letzterer bereits außerhalb des Stadtgebietes liegt. Die Seenlandschaft ist zudem geologisch hochinteressant. Wir haben uns deshalb mit einem Experten verabredet – Dr. Heinrich Gesang ist Geologe im Ruhestand. Er kennt sich bestens aus mit Kiesvorkommen und der Seenlandschaft. Denn das eine ist ursächlich für das andere.

Schwimmhalle am Johannesplatz wird umgebaut und ist jetzt bereits attraktiver

Die Umbauarbeiten in der Schwimmhalle Johannesplatz gehen weiter voran. Die Finnsauna im Außenbereich ist bereits fertiggestellt. Hier sind Ofen, Technik und Steuerung neu. Auch die Dämmung ist auf den neuesten technischen Stand gebracht. Eyecatcher in der Kabine ist ein großes Panoramabild vom Thüringer Wald. Insgesamt ist der Außenbereich als Saunagarten sehr schön angelegt worden. Das unterstreicht den Wellness-Aspekt ebenso wie die Biosauna (60°), das Dampfbad und die Erlebnisdusche.

Der Erfurter Norden hat eine Natur-Attraktion

Unzählige Male schon wollten wir schon anhalten und sie erklimmen, heute ist es so weit: Wir fahren zur Schwellenburg bei Kühnhausen und besteigen die terrassenförmig angelegten Hänge. So können wir den Erfurter Norden von diesem kleinen, nur rund 70 Meter aus der umliegenden Landschaft herausragenden Gipfel betrachten. 

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