Essen statt ärgern

Jeder Gärtner kennt es, dieses meist ungeliebte und kraftstrotzende Kraut mit seinen unterirdischen Wurzeln, die bei seiner Vermehrung beste Dienste leisten. Der Volksmund kennt viele Namen: Giersch oder Geißfuß sind nur einige davon.

Bevor Sie Ihren Unmut gegen diese Pflanze richten, kosten Sie doch einmal von den jungen frischen Austrieben. Sie werden überrascht sein, wie gut es schmeckt.

Verwendung findet Giersch in der Küche sowohl roh in Salaten, kleingehackt über ein Butterbrot gestreut oder zur Aufwertung von Suppen und Soßen. Sie können den Giersch auch anstelle von Spinat verwenden. So haben es Generationen vor uns gemacht. Unsere Vorfahren wussten auch um die heilkräftige Wirkung des Geißfußes. Im Mittelalter nannte man es auch Gichtkraut, weil es genau gegen dieses Leiden hilft.

Essen Sie reichlich davon, es hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit und stärkt unsere Abwehrkräfte. Gerade in Zeiten wie diesen brauchen wir es mehr denn je.

Hier nun eines unserer Lieblingsrezepte:

Giersch-Nocken

  1. Zwei bis drei Hände voll Giersch kleinhacken und mit einer kleinen Zwiebel in 1 EL Butter und etwas Salz anschwitzen und abkühlen lassen
  2. 1 Becher Magerquark mit 2 Eiern, etwas Muskat, Salz, Pfeffer und der Kräutermasse verrühren
  3. Etwa 200 g Mehl hinzufügen
  4. Etwa 20-30 Minuten ruhen lassen
  5. Wasser mit reichlich Salz zum Kochen bringen
  6. Mit einem Esslöffel Nocken abstechen und im Salzwasser sieden lassen, bis sie nach oben schwimmen
  7. Mit einer Schöpfkelle herausheben und in eine gebutterte Auflaufform geben
  8. Butterflöckchen und geriebenen Parmesan darüber streuen
  9. Im Backofen bei Mittelhitze bis zur gewünschten Bräune überbacken

Dazu schmecken ein frischer Salat und etwas Baguette sehr gut.

Das Kochwasser ist ein guter Grundstock für eine Gemüsesuppe…😊

Viel Freude beim Nachkochen wünschen

Anne-Kathrin Müller und Elisabeth Hemker

 

Gastbeitrag. Autoren: A. Müller und E. Hemker Foto: S. Forberg

Die Heilpraktikerinnen Anne-Kathrin Müller und Elisabeth Hemker aus Andisleben haben u.a. auch ein Kochbuch verfasst. Sie sind prädestiniert für Tipps in Sachen gesunder Ernährung und der Verwertung dessen, was Garten und Feld zu bieten haben. Wir konnten die beiden gewinnen, unsere Leser von ihrem umfassenden Wissen partizipieren zu lassen. Mehr Infos gibt es unter www.feinstoffliche-heilweisen.de.