Essen statt ärgern II

Der Frühling ist zu Ende. Bevor es im Gemüsegarten so richtig mit der Ernte losgeht, plagt den Hobbygärtner so manches Wildkraut. Über die Verwendung von Giersch in der heimischen Küche sprachen wir bereits im März diesen Jahres.

Heute wollen wir uns der Brennnessel zuwenden. Jeder kennt sie, manch einer hatte schon schmerzhaften Kontakt. So mancherlei Mythen ranken sich um dieses kräftige Kraut, welches auf allen Kontinenten verbreitet ist. Die Nesselhaare dienen der Pflanze als Schutz vor Fressfeinden. Wir lassen uns davon jedoch nicht abschrecken und tragen Handschuhe beim Pflücken des schmackhaften Wildkrauts. In der Naturheilkunde findet vor allem der Brennnesseltee als Frühjahrskur zur Blutreinigung Verwendung. Im biologischen Gartenbau findet vor allem Brennnesseljauche als Pflanzenstärkungsmittel Verwendung.

In der Küche lassen sich Blätter und Triebspitzen dieses einheimischen Superfoods überall dort verwenden, wo sie „Grünzeug“ in den Rezepten finden: als Suppe, als Lasagne, anstelle von Spinat, in Grüner Soße. Ersetzen Sie den Spinat einfach durch Brennnesselblätter.

Besonders lecker sind gebackene Möhren auf einem Bett aus Brennnesseln.

Hier unser Rezept für Sie:

Blätter und Triebspitzen von Brennnesseln sammeln, auf einem Brett mit auslegen und mit dem Nudelholz einige Male darüber rollen, das macht die Brennhaare unschädlich.

Möhren putzen und grob zerteilen. Mit Salz, reichlich Olivenöl, etwas Thymian und den Brennnesselblättern auf einem Backblech verteilen und etwa 20 min. bei Mittelhitze/Umluft backen. Dazu schmeckt Frischkäse oder Kräuterquark. Ergänzt mit einem Rohkostsalat erhalten Sie eine leckere vollwertige Mahlzeit.

Viel Freude beim Nachkochen wünschen

Anne-Kathrin Müller und Elisabeth Hemker

 

Gastbeitrag. Autoren: A. Müller und E. Hemker   Foto: A. Müller

Die Heilpraktikerinnen Anne-Kathrin Müller und Elisabeth Hemker aus Andisleben haben u.a. auch ein Kochbuch verfasst. Sie sind prädestiniert für Tipps in Sachen gesunder Ernährung und der Verwertung dessen, was Garten und Feld zu bieten haben. Wir konnten die beiden gewinnen, unsere Leser von ihrem umfassenden Wissen partizipieren zu lassen. Mehr Infos gibt es unter www.feinstoffliche-heilweisen.de.