Über 100 Jahre alt und sehr beliebt

    Die Tiergartensiedlung gehört zu den beliebtesten Wohnlagen in Erfurt. In der warmen Jahreszeit üppig grün, nahe am Fluss gelegen ist sie ein idyllisches Gebiet. Jetzt ist sie bereits über 100 Jahre alt.

    Im Februar 1917 hatte der Polizeibauinspektor Boegl das Projekt einer gemeinnützigen Siedlung im Erfurter Tiergartengelände entwickelt. Grund dafür war der Wohnungsmangel für Arbeiter, die in den Industriebetrieben des Erfurter Nordens beschäftigt waren. Für sie sollten gesunde und zweckmäßige Wohnungen mit Gartenanteil errichtet werden.

    1919 wurde die ersten Häuser gebaut, unmittelbar nach Ende des Ersten Weltkrieges, Bauherr war die Kleinwohnungsbaugesellschaft m.b.H. Erfurt, an der neben der Tiergarten-Siedlungsgenossenschaft auch Erfurter Unternehmer beteiligt waren, die ein Interesse daran hatten, dass ihre Arbeiter mit Wohnraum versorgt wurden. 

    1927 wurden in der Tiergartensiedlung weitere 24 Wohnungen fertiggestellt, in den Jahren 1928 bis 1930 nochmals 57. Nach Beendigung der einzelnen Bauabschnitte übernahm die Genossenschaft jeweils die Häuser und sicherte damit deren gemeinnützige Verwendung.

    Die Baugenossenschaft Gartenstadt und die Tiergarten-Siedlungsgenossenschaft fusionierten am 18. Juni 1958 zur GWG Tiergarten-Gartenstadt, ein Vorläufer der heutigen WBG Zukunft. Sie errichteten weitere Wohngebäude, beispielsweise im Wermutmühlenweg und Am Studentenrasen.

    Autor: B. Köhler, Fotos: WBG Zukunft

    Hier einige historische Fotos aus unterschiedlichen Epochen.

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