
Knapp 38 Millionen für neues Leitstellengebäude
In Gefahrensituationen schnell und professionell agieren zu können, rettet Leben und auch materielle Güter. An der Regionalleitstelle Mitte laufen die Notrufe zusammen, von hier aus werden Rettungskräfte mobilisiert und Einsätze koordiniert.
Im Zuge der umfassenden Neuordnung des Straßenraumes zum Anschluss Marbachs an die Hannoversche Straße (Wohnblog Erfurt Nord berichtete) wird auch die in den 1990er Jahren errichtete Leitstelle in der St.-Florian-Straße erweitert. Ein zusätzlicher Neubau macht sich erforderlich, weil das bestehende Gebäude trotz mehrfacher Umbauten nicht räumlich erweiterbar ist. Das neue Gebäude entsteht direkt nebenan, passt sich in der Architektur dem Gefahrenzentrum an und wird künftig die Leitstelle und die Freiwillige Feuerwehr Marbach beherbergen. Die Bereiche sind gleichermaßen klar getrennt wie funktional verknüpft.
Es entsteht ein viergeschossiger Bau.
Im Erdgeschoss werden die Fahrzeughallen und vier Alarmausfahrten für den Leitstellenbetrieb positioniert sowie die Desinfektionshalle. Die Alarmausfahrten sind dann direkt zur St.-Christophorus-Straße hin ausgerichtet. Zudem werden hier Alarmumkleiden, Werkstatt-, Lager-, Aufenthalts- und Schulungsräume untergebracht. Der Haupteingang mit Foyer, Poststelle und Zutrittskontrolle wird an der zentralen Ein- und Ausfahrt liegen.
Im 2. Obergeschoss, das über eine Brücke mit dem Bestandsgebäude verbunden ist, wird der Sicherheitsbereich der Leitstelle mit Leitstellenplätzen, Aufenthalts- und Besprechungsräumen angesiedelt.
Das 3. OG umfasst Umkleiden und Ruheräume. Durch kompakte, funktional gegliederte Geschosse entsteht ein modernes Einsatz- und Leitstellengebäude mit klarer architektonischer Struktur.
Ein begrüntes Dach mit Photovoltaik, Fernwärmeanschluss, Regenwassernutzung und E-Ladeinfrastruktur machen das Projekt zukunftsfähig. Umwelt- und Ausgleichsmaßnahmen, darunter Baumneupflanzungen sind fester Bestandteil der Planung.
Knapp 37,9 Millionen Euro investiert die Stadt in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger.
Quelle: Amt für Gebäudemanagement, Autor: B. Köhler, Entwürfe: © agn Niederberghaus & Partner GmbH


