Solebad Louisenhall, im Kurpark um 1920

    Die Heilwirkung des Salzes (Louisenhall, Teil 2)

    Eine Kur in Louisenhall (Stotternheim, s. unser gestriger Beitrag) war gesundheitsfördernd. Aus einem 1930 überlieferten Werbeprospekt wird die Kräftigung des Nervensystems, die Erhöhung der Widerstandsfähigkeit der Haut und die Begünstigung einer gesunden Ernährung herausgestellt. Zudem wurden die Bäder als heilkräftige Mittel angewendet gegen Skrofulose (historische Bezeichnung für eine Form der Hauttuberkulose oder eine allergische Reaktion auf Tuberkulosebakterien), Rachitis (im Kindesalter auftretende Knochenstoffwechselstörung), Anämie (Zustand, bei dem zu wenig rote Blutkörperchen (Erythrozyten) oder roter Blutfarbstoff (Hämoglobin) im Blut vorhanden ist.). Auch Rheumatismus, Herzkrankheiten und Entzündungen des Bewegungsapparates werden hier gelindert.

    Salzzerstäuber und Inhalation halfen bei Erkrankungen der Atemwege und ebenfalls im Anfangsstadium von Schwindsucht. Bäder und Inhalationskuren wurden über einen Zeitraum von drei bis sechs Wochen durchgeführt.

    Die Kureinrichtungen auf „Louisenhall“ in Stotternheim waren stetig vergrößert und verbessert worden. Ein Kurpark sowie ein Konzertgarten wurden angelegt, Logierhäuser errichtet, ein Kasino eingerichtet. Eine große Lagerhalle mit angeschlossener Kinderliegehalle verfügte über eine Fläche von 110 Quadratmetern. Große Schiebefenster ermöglichten die Öffnung zum Konzertgarten.

    Die Heilwirkung des Salzes ist nach wissenschaftlichen Studien vielfach belegt:  Unterstützung des Elektrolyt- und Flüssigkeitsgleichgewichts, Transport von Nährstoffen in die Zellen, Regulierung des Säure-Basen-Gleichgewichts, Unterstützung der Übertragung von Nervenimpulsen, Regulierung des Blutdrucks und der Magensäuresekretion. *

    *www.landschafftleben.at

    Fortsetzung folgt.

    Autor: B. Köhler Foto:

    Die historischen Bilder sind dem Buch entnommen „Die Salinen und das Soledad zu Stotternheim“, Autor: Dr.-Ing. Heinrich Bartl, herausgegeben 2008, alle Rechte liegen beim Autor. Sie wurden uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt, dafür gilt unser besonderer Dank. Ebenso danken wir für die fachkompetente Unterstützung durch Jörg Bodenstein, Erster Vorsitzender und Hartmut Weirauch, Mitglied des Vorstandes Bergmannsverein "Otto Ludwig Krug von Nidda" e.V., Erfurt.

    egapark erfurt

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