Sommer oder schon Herbst?

    Der erste meteorologische Herbstmonat verband sommerliche Temperaturen mit herbstlich frischen Nächten und Tagen. Besonders markant war jedoch sein Finale: Zum Monatsende stellte sich eine Wärmephase ein, die im klimatologischen Vergleich außergewöhnlich war und für viele Menschen in Deutschland außerhalb dessen gelegen haben dürfte, was sie aus eigener Erfahrung kennen. In der Gesamtbilanz war der September nicht nur ungewöhnlich warm, sondern im Süden auch außergewöhnlich sonnig und im Südwesten extrem niederschlagsarm. Im Norden fiel dagegen regional deutlich mehr Regen. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Auswertungen der Daten von rund 2.000 Messstationen.

    In Thüringen wurde nach vorläufigem Stand im September eine Mitteltemperatur von 15,2 °C erreicht, wodurch das Klimamittel (12,8 °C) um 2,4 Grad überschritten wurde. Die höchste Temperatur beanspruchte am 8. Jena mit 30,4 °C für sich. Auf eine kühle Phase in der dritten Dekade folgte ein regelrechter spätsommerlicher Endspurt. Diese Schlusswärme war für die Jahreszeit außergewöhnlich. Beim Niederschlag fielen voraussichtlich rund 37 l/m². Es wurden nur 73 Prozent des Mittels (51 l/m²) erreicht. In der Schlussrechnung standen zudem rund 191 Sonnenstunden, ein Plus von rund 32 Prozent (143 Stunden).

    Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Fotos: B. Köhler

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