
Rege Bautätigkeit für neue Brücke Warschauer Straße
Der Neubau der Gerabrücke in der Warschauer Straße vollendete vergangene Woche einen zweiten wichtigen Abschnitt. Mit dem Einhub und der Montage der insgesamt 70 Tonnen schweren Stahlkonstruktion nahm auch die zweite Behelfsbrücke südlich der Warschauer Straße Gestalt an. Sie führt die Stadtbahnlinien 1 und 6 zukünftig an der Baustelle vorbei, wenn der eigentliche Brückenneubau startet. Die erste – nördlich gelegene – Behelfsbrücke ist für Fußgänger und Radfahrer vorgesehen.
Um den Überbau mit einer Stützweite von 24,4 Metern und einer Breite von etwa sieben Metern an seinen Platz zu heben, wurde erneut ein Mobilkran eingesetzt. Im Dezember soll die Behelfsbrücke fertiggestellt sein. Bis dahin müssen unter anderem noch Stahlbeton-Fertigteile und die Geländer montiert werden.
Der Baubeginn des Ersatzneubaus der Gerabrücke ist nach derzeitigem Planungsstand ab Anfang 2028 vorgesehen. Der genaue Termin hängt dabei unter anderem von der zeitlichen Koordinierung mit weiteren städtischen Baumaßnahmen und den damit verbundenen Umleitungsverkehren ab. Damit soll vermieden werden, dass sich größere Baumaßnahmen und Verkehrsführungen im Stadtgebiet gegenseitig beeinträchtigen. Mit Beginn des Ersatzneubaus kommen dann die beiden Behelfsbrücken zum Einsatz.
Der Ersatzneubau ist notwendig, da das vorhandene Bauwerk Verschleißerscheinungen zeigt und Spannungsrisskorrosion der verbauten Spanndrähte nicht ausgeschlossen werden kann.
Mit dem Abschluss des Bauprojektes verfügt Erfurt dann nicht nur über ein sicheres, tragfähiges und modernes Brückenbauwerk. Auch die heute bestehende Lücke im Geraradweg wird geschlossen. Geplant ist, den Weg künftig unter der Warschauer Straße hindurchzuführen.
Nach derzeitigem Planungsstand wird mit einem Abschluss des Gesamtprojektes bis Ende 2029 gerechnet. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa neun Millionen Euro. Davon entfällt eine Million auf den Bau der Behelfsbrücken.
Quelle Informationen und Bilder: Stadtverwaltung Erfurt


