
Postkartenidylle im Rieth
Unser Erfurter Norden weist städtebaulich eine ganze Reihe an Vorzügen auf, obschon die einst sehr durchdachten Anlagen, die Wohnen, Einkaufen, Gastronomie, Krippen, Kindergärten, Schulen, Sportstätten, Polikliniken und vor allem Arbeitsstätten umfassten, nicht mehr mit all ihren Elementen vorhanden sind. So fehlt z.B. die Schwimmhalle im Rieth oder der 1.000-Mann-Saal als eine der größten Locations in ganz Erfurt.
Die Postekarten zeig das Ensemble des „Vilnius“ und den Brunnen der Völkerfreundschaft, letzterer noch mit den überlebensgroßen Keramik-Figuren. Er wurde 1978 gebaut. Er ist vor einigen Jahren in die Kur genommen worden. Lange Jahre war er nicht mehr funktionstüchtig. Die markanten, unverwechselbaren Figuren standen einst auf dem überbreiten Rand des alten Brunnens. Sie mussten noch zu DDR-Zeiten 1988 wegen starker Verwitterung abgebaut werden.
Dem Thema der Völkerfreundschaft wird heute durch die am Brunnenrand eingelassenen Schriftzüge der Partnerstädte Erfurts versinnbildlicht. Eine in die Sitzmauer eingebaute Tafel aus Bronze erinnert an die Historie des Platzes.
Autor: B. Köhler, Postkarten: Stadtarchiv/ Auslese-Bild-Verlag Bad Salzungen


